Bürgerbefragung: „Dürfen uns nicht darauf ausruhen“

Hohe Zufriedenheitswerte ergab eine Bürgerbefragung in St. Georgen/Ybbsfelde. Jeder dritte Haushalt nahm teil.

Otmar Gartler Erstellt am 25. Oktober 2019 | 04:34
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Präsentation der Bürgerbefragung (von links): Regionalberater Johannes Haselsteiner, Vizebürgermeisterin Gerlinde Fink, Dorferneuerungsobfrau Karin Ebner und Bürgermeister Christoph Haselsteiner.
Foto: Otmar Gartler

Präsentiert wurde vergangenen Donnerstag im Georgsaal das Ergebnis einer Bürgerbefragung in der gesamten Marktgemeinde.

„Unsere Gemeinde bietet bereits viele Einrichtungen und Services für Menschen aller Generationen. Durch die Teilnahme am „Audit familienfreundlichegemeinde“ und dem Programm „Gemeinde21“ der NÖ Dorf- und Stadterneuerung wollen wir die bestehenden Angebote noch verbessern.

Fragenbogen an jeden Haushalt geschickt

Um Möglichkeiten zur Verbesserung und einen Weg zur Entwicklung der Angebote zu finden, haben wir uns für eine Fragebogenaktion entschieden“, betonte Bürgermeister Christoph Haselsteiner, der gemeinsam mit Regionalberater Johannes Haselsteiner von der NÖ Regional GmbH, Hauptregion Mostviertel, und Dorferneuerungsobfrau Karin Ebner das Ergebnis präsentierte.

Ausgeschickt wurde der Fragenbogen im Frühjahr dieses Jahres an jeden Haushalt in der Marktgemeinde St. Georgen/Ybbsfelde. Mit beachtlichen 387 Fragebögen hat durchschnittlich jeder dritte Haushalt seine Meinung beziehungsweise Wünsche und Anregungen kundgetan.

„Diese hohe Anzahl zeigt, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger Gedanken über die zukünftige Entwicklung unserer Ortsteile machen“, zeigte sich das Gemeindeoberhaupt erfreut. Die hohe Zufriedenheit der Bewohner – 94 Prozent zeigten sich mit der Entwicklung zufrieden oder sehr zufrieden und 87 Prozent sind stolz darauf, Mitglied dieser Gemeinde zu sein – freue ihn natürlich sehr, aber man dürfe sich auf diesem Ergebnis nicht ausruhen, sondern müsse weiter an der zukünftigen Entwicklung im 21. Jahrhundert arbeiten.

Öffentlicher Verkehr war großes Thema

Ein großes Thema dieser Aktion war der öffentliche Verkehr, der sich aufgrund vieler weit auseinander liegender Ortschaften als schwierig erweist. Viele Wünsche bezogen sich auch auf fußläufige Verbindungswege und Radwege zwischen den Ortschaften sowie mehr Lauf- und Wanderstrecken.

Angeregt wurden auch Geschwindigkeitskontrollen in den Ortschaften und mehr Einkaufsmöglichkeiten regionaler Produkte. Thematisiert wurde ebenso ein unzureichendes Freizeitangebot vor allem für 14- bis 18-Jährige. Mehr als 10 Prozent der Antworten interessierten sich für ein geliefertes Mittagessen.

Ein Kernteam und diverse Arbeits- und Projektgruppen werden sich in Zukunft – Startschuss soll im nächsten Frühjahr sein – vor allem mit fünf Schwerpunkten unter dem Motto „Menschlich verbunden in St. Georgen/Ybbsfelde“ beschäftigen: nachhaltige Mobilität; Siedlungsentwicklung, Ortsbild und Nahversorgung; Soziales, Nachbarschaft und Ehrenamt; Bildung, Kultur, Sport und Freizeit; Information, Kommunikation und Bürgerservice.