Feiner „Geist“ aus der Flasche von Markus Gleiß

Erstellt am 02. Februar 2022 | 03:12
Lesezeit: 3 Min
Nach einem eigenen „Craft Lackl“-Craft Beer produziert Markus Gleiß aus St. Georgen/Ybbsfelde nun mit dem „Tschin“ auch einen eigenen Gin.
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Seit einigen Jahren braut und verkauft Markus Gleiß in seinem Keller unter dem Titel „Craft Lackl“ Craft-Beer. Verschiedene Sorten, wie etwa ein Pale Ale oder Porter, produziert der St. Georgner regelmäßig. Sein „Georgsbräu“ ist ebenfalls Teil des Sortiments, kam etwa bei den Eröffnungswochen des Georgsaals zum Einsatz. Für Veranstaltungen, wie dem Tag der Offenen Gartentür im KräuterKraftWerk Steinakirchen, oder zu besonders feierlichen Anlässen kreiiert Gleiß außerdem immer wieder neue Biere. „Ein Irisches Red Ale haben wir zum Beispiel bei Irischen Konzerten etwa im Schloss Spitz oder im Georgsaal ausgeschenkt“, verrät er.

In der Höchstzeit braute Markus Gleiß drei bis vier Mal monatlich. Nun habe er diese Tätigkeit allerdings auf ein familienverträgliches Maß reduziert. „Der Brauvorgang dauert sieben bis acht Stunden. Dazu kommt noch das stundenlange Abfülllen und etikettieren. Ich braue nach wie vor, aber nicht mehr so häufig“, erklärt Gleiß.

Neben dem Bier hat Gleiß nun aber eine weitere Leidenschaft entdeckt: die Produktion von Gin, genauer gesagt „Tschin“, wie der St. Georgner seine Kreation taufte. „Es gibt witzigerweise keine offizielle Schreibweise, daher kann man draufschreiben, was man will“, schmunzelt er.

Dank der Aromenvielfalt ist für Markus Gleiß und Gattin Heidi schon die Produktion ein Highlight. „Es ist ein ganz besonderer Geruch, wenn diese Kräuter und Gewürze ihre Aromen nach dem Mörsern in der Luft verteilen“, schildert er. Auf die Idee der Gin-Produktion kam Gleiß, nachdem ihm seine Mutter eine 2-Liter-Tischdestille geschenkt hatte. „Ich habe dann mit verschiedenen Kräutern und Zutaten herumexperimentiert. Nachdem Besucher den ‚Tschin’ gekostet haben und begeistert waren, habe ich mir eine 35-Liter-Brennanlage gekauft und das Gewerbe angemeldet“, sagt Gleiß.

Das Getränk (43% vol) kann bei ihm zuhause erworben werden und glänzt mit fruchtigen Zitrusnoten. Gleiß denkt aber auch über weitere Vertriebswege nach. „Die Nachfrage ist da, ich bin aber gerade erst gestartet. Es kommt auf jeden Fall gut an, dass es sich um ein regionales Produkt handelt“, betont er und verrät: „Ich experimentiere schon wieder mit den nächsten Geschmackssorten.“

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