Erstellt am 10. August 2015, 10:56

von Daniela Führer

Hochwasserschutz wird endlich realisiert. In wenigen Wochen starten nach jahrelangen Verhandlungen die Baumaßnahmen für das Regenrückhaltebecken in Triesenegg.

Amtsleiter Georg Hahn und Bürgermeisterin Liselotte Kashofer zeigen am Plan: der Hochwasserschutz der bei Waldesruh (im Hintergrund) gebaut wird, schützt nicht nur Triesenegg, sondern auch weite Teile des Ortszentrums von St. Georgen. Foto: Schlemmer  |  NOEN, Daniela Schlemmer

Bürgermeisterin Liselotte Kashofer blickt auf ein ereignisvolles zweites Halbjahr in ihrer Gemeinde. Viele Projekte, davon auch schon jahrelang diskutierte und verhandelte, stehen vor der Umsetzung. Etwa der Hochwasserschutz in Triesenegg.

„Konnten auch Asfinag und ÖBB ins Boot holen“

„Im August/September soll mit dem Bau eines Regenrückhaltebeckens bei Waldesruh begonnen werden. Schon unter meinem Vorgänger Viktor Schneider liefen die Verhandlungen darüber“, erzählt Liselotte Kashofer, seit 2009 St. Georgens Bürgermeisterin. „Jetzt haben wir die Förderzusage von Bund und Land“, freut sie sich.

Durch dieses Becken werden der Ortsteil Triesenegg, aber auch Teile von St. Georgen selbst, durch welche Nebengewässer verlaufen, etwa im Bereich um den Fußballplatz und den Kindergarten, vor Überflutungen bei Starkregenereignissen geschützt.

Die jahrelangen Verhandlungen ergaben sich durch Grundverhandlungen sowie andere wichtige Projekte seitens der Abteilung Wildbach und Lawinenverbauung. „Um den finanziellen Anteil der Gemeinde zu minimieren, konnten wir neben Bund und Land auch die Asfinag und die ÖBB, die auch Nutznießer des Hochwasserschutzes sind, ins Boot holen“, so Kashofer.

Ebenfalls im Herbst werden Probebohrungen für einen neuen Gemeindebrunnen in der Doislau durchgeführt. Mit diesem Wasserspender wird künftig nicht nur St. Georgen, sondern auch die Gemeinde Ferschnitz versorgt. Im Zuge der Wasserleitungslegung wird auch gleich die Löschwasserversorgung für das Betriebsgebiet Hart sichergestellt.

„Kein Anschlusszwang durch neue Leitung“

„Die Leitung wird bis zum bestehenden Wasserleitungsnetz im Ortskern von St. Georgen verlegt. Alle Liegenschaften in Matzendorf werden weiterhin durch ihre Eigenbrunnen mit Wasser versorgt, und daher, wie schon von manchen befürchtet, besteht kein Anschlusszwang“, hebt Kashofer hervor.

Für die Gemeinde ist dieser zusätzliche Brunnen notwendig, da der Zehetner-Brunnen in Galtbrunn aus wasserrechtlichen Gründen nicht erweitert werden kann.

Aber auch in punkto Wohnen in St. Georgen wird einiges passieren. Mit den aktuell in Bau befindlichen zwei Reihenhaussiedlungen – in Galtbrunn und in St. Georgen – sei der Bedarf vorerst gut gedeckt. „Es gibt schon sehr viele Anmeldungen, auch vieler St. Georgner“, freut sich die Ortschefin.

Sanierung des Pfarrheimes als großes Thema

Ende des Jahres werden die Reihenhäuser, nach Auskunft der Verantwortlichen der „Schöneren Zukunft“ in St. Georgen, bezugsfertig sein, jene der „Siedlung“ in Galbrunn nächstes Jahr.

Überlegungen gibt es außerdem zum Bau von Starterwohnungen für junge Menschen und Familien. Darüber hinaus läuft die Suche nach weiteren Baugründen. „Wir suchen nach Flächen, wo eine weitere Siedlungserschließung Sinn macht“, berichtet die Bürgermeisterin.

Ein großes und viel diskutiertes Thema ist auch die Sanierung des Pfarrheimes. „Heuer soll der Plan erstellt werden. Ein Grobplaner hat bereits das Korsett und den Finanzrahmen geschnürt“, sagt Kashofer. 2016 soll das Großprojekt baulich in Angriff genommen werden.