Sanierungsverfahren: H.A.U.K vor dem Aus?

Erstellt am 19. November 2014 | 15:16
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Foto: NOEN, Otmar Gartler
Der rückläufige Handel und der Konkurrenzdruck führten zur Insolvenz. Ob das Autohaus mit Kfz-Werkstätte bestehen bleibt, entscheidet jetzt der Masseverwalter.
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Am vergangenen Mittwoch wurde über das Autohaus H.A.U.K in Hart ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung am Landesgericht St. Pölten eröffnet. Das berichtet der Kreditschutzverband in einer Aussendung.

Rückläufige Zahlen und Konkurrenzdruck

Konkret heißt das für die Firma: Der Betrieb bleibt vorläufig aufrecht, doch ob eine Sanierung aus eigener Kraft möglich sein wird, hat Masseverwalter Michael Pfleger nun zu prüfen.

Der Grund für die Insolvenz des Unternehmens liegt nach eigenen Angaben daran, dass der Handel sowohl mit Neu- also auch Gebrauchtfahrzeugen stark rückläufig war und sich der Konkurrenzdruck durch zwei Händler in der Region verstärkte, denen das Recht eingeräumt wurde, ebenfalls mit Fahrzeugen der Marken Mitsubishi und Fiat zu handeln.

„Bankfinanzierung war der Knackpunkt“

Insgesamt ist der Arbeitsplatz von neun Dienstnehmern gefährdet. Das Unternehmen bietet den 45 Gläubigern eine Sanierungsplanquote von 20 Prozent innerhalb von zwei Jahren ab Annahme an.

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Die Zukunft des Autohaus H.A.U.K in Hart ist ungewiss.
Foto: NOEN, Otmar Gartler

Dieses Anbot entspricht aber lediglich den gesetzlichen Mindesterfordernissen und wird daher vom Kreditschutzverband vorerst als reines Formalanbot gewertet, das noch nachzuverhandeln sein wird.

Der Amstettner Masseverwalter Michael Pfleger kann nach der ersten längeren Besprechung mit der Geschäftsführung noch nicht abschätzen, ob H.A.U.K saniert oder geschlossen wird.

„Die Bankfinanzierung war der Knackpunkt, warum die Liquidität nicht mehr da war“, erklärt er. „Beim Betrieb sind aber auf jeden Fall Werte da, sei es aus einer Liegenschaft oder aus Kfz-Beständen.“ Die Gläubigerversammlung und Berichts- und Prüfungstagsatzung ist am 13. Jänner.

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