Erstellt am 30. Juni 2015, 06:26

von Daniela Führer

Überraschend: Jäger trat zurück. Der Aufsichtsratsvorsitzende-Stellvertreter will Interessenskonflikt mit Funktionen bei Raiba und Heizwerk vermeiden.

Rupert Jäger legte sein Amt als Raiba-Aufsichtsratsvorsitzende-Stellvertreter zurück. Foto: Archiv  |  NOEN, Archiv

Kein Stillstand in der Causa Raiffeisenbank St. Georgen/Ybbsfelde. Nachdem die Fusion zwischen der Kleinbank mit der Raiba Region Amstetten vor drei Monaten gescheitert ist, flatterten vor zwei Wochen Flugblätter in alle St. Georgner Haushalte – die NÖN berichtete:



Darin erklärten die federführenden Fusionsgegner und Raiba-Mitglieder Frank Untersmayr, Karl Stadler, Leopold Sattler und Martin Tüchler ihre Absicht, eine außerordentliche Generalversammlung einberufen zu wollen.

Grund dafür: Sie möchten einen neuen Vorstand und Aufsichtsrat wählen, die für die Selbstständigkeit der Bank stehen, da die aktuellen Funktionäre an der Spitze weiterhin eine Fusionsabsicht verfolgen. Die Funktionäre wiederum sehen darin aber die einzige Möglichkeit, das Überleben ihrer Bank nachhaltig zu sichern.

Vize-Ortschef will Interessenskonflikt vermeiden

Wenige Tage nach der Flugblatt-Aktion, am Donnerstag der Vorwoche, legte Rupert Jäger sein Amt als Raiba-Aufsichtsratsvorsitzende-Stellvertreter zurück.

Der Vizebürgermeister begründet diesen Schritt damit, dass er einem Interessenskonflikt aus dem Weg gehen möchte. Er ist nämlich auch Obmann des Heizwerkes Bioenergie in St. Georgen.

„Frank Untersmayr ist mein Obmann-Stellvertreter, Leopold Sattler und Martin Tüchler sind im Aufsichtsrat. Dort läuft die Zusammenarbeit tadellos“, erklärt Jäger. Und diese möchte er nicht gefährden.

Wer ihm in seine Funktionärs-Position bei der Raiba folgt, ist noch nicht entschieden.