„Wir sind gut aufgestellt“. Sicherheitstreffen / Aufgewertet wurde die Polizeiinspektion St. Georgen/Ybbsfelde: Zehn statt sieben Polizeibeamte versehen nun dort ihren abwechslungsreichen Dienst.

Von Hannes Hirtenlehner. Erstellt am 04. Juli 2014 (07:01)
NOEN, Hannes Hinterlehner
Zahlreiche Bürgermeister, Amtsleiter und Straßenmeister informierten sich in der Vorwoche bei einem Sicherheitstreffen über die Neuheiten bei der Polizeiinspektion St. Georgen/Ybbsfelde.

Viel Neues gibt es bei der Polizeiinspektion St. Georgen/Ybbsfelde. Gleichzeitig mit der Schließung der Dienststelle in Ardagger mit 1. Mai wurde die Zahl der Beamten von sieben auf zehn erhöht. Der Überwachungsrayon umfasst seither ein Gebiet von 148,64 Quadratkilometern mit 10.525 Einwohnern und 832 Zweitwohnsitzern. Neben Euratsfeld, Ferschnitz, St. Georgen/Ybbsfelde und Viehdorf gehört nun auch Neustadtl/Donau, das bisher von Ardagger aus betreut worden war, dazu.

Auch wegen dieser Neuerungen lud Bürgermeister Hans Redl, Sprecher der Kleinregion Donau-Ybbsfeld, in der Vorwoche Vertreter der Gemeinden und der Straßenmeistereien zu einem Sicherheitstreffen ein. Dabei stellte Inspektionskommandant Josef Marksteiner, mit 1. Mai zum Kontrollinspektor aufgestiegen, sein Team vor: „Wir sind sehr gut aufgestellt, alle wohnen im Rayon und kennen viele Leute, da tun wir uns schon leichter.“ Die Aufstockung auf zehn Beamte hält Marksteiner für sehr sinnvoll: „So können wir vernünftig arbeiten, weil auch an den Wochenenden immer zwei Beamte im Dienst sind. Früher war manchmal nur ein Beamter für so einen großen Bereich zuständig. Außerdem haben wir jetzt auch noch einen Streifenwagen aus Ardagger dazubekommen.“

Unfälle, Bankraub und Familienstreitigkeiten

Die Beamten der Polizeiinspektion St. Georgen/Ybbsfelde müssten vielfältige Aufgaben bewältigen, betonte Marksteiner: „Natürlich sind die zahlreichen Autohäuser entlang der Bundestraße 1 ein Anziehungspunkt für Kriminelle. Aber es passieren auch viele Unfälle. Im Durchschnitt muss man mit einem Toten pro Jahr rechnen. Viele Unfälle passieren im Freilandgebiet und sind schwer zu verhindern.“ Der Überwachungsrayon umfasst immerhin 203 Kilometer Landes- und Bundesstraßen, 78 Kilometer Gemeindestraße, 157 Kilometer Güterwege und 16 „Wasserstraße“ Donau. Aber auch die Familienstreitigkeiten würden zunehmen, berichtete Marksteiner: „Allein in den letzten zwei Monaten mussten wir wegen Gewalt in der Familie fünf Wegweisungen und Betretungsverbote aussprechen.“

Aber auch ein Bankraub beschäftigt die Polizei: Am 20. April hatte ein Unbekannter die Raika in Viehdorf überfallen. Marksteiner nimmt an, dass der Täter aus dem näheren Umkreis kommt: „Ich vermute aber, dass er wieder zuschlagen wird, wenn ihm das Geld ausgeht.“ Ob es einen Zusammenhang mit dem Überfall auf die Sparkasse in Allersdorf am 30. Dezember 2013 gibt, ist unklar. Im Mai wurden nun 1.000 Euro für Hinweise auf den Bankräuber von Allersdorf ausgeschrieben.

Marksteiner ersucht die Bevölkerung generell, keine Scheu vor einem Anruf bei der Polizei zu haben, sondern Verdächtiges sofort mitzuteilen: 059/133-3111-100. Außerdem wurde das Sicherheitstreffen dazu genutzt, die gute Zusammenarbeit zwischen Polizei, Gemeinden und Straßenmeistereien zu koordinieren.