Krimi veröffentlicht: Mordalarm bei den Mostbauern

Erstellt am 17. Februar 2022 | 06:00
Lesezeit: 3 Min
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„Die Mostbarone haben mir die Lizenz zum fiktiven Töten erteilt“, lächelt Helmut Scharner. Mittlerweile hat er seinen vierten Mostviertel-Krimi veröffentlicht.
Foto: Doris Schleifer-Höderl
Krimiautor Helmut Scharner präsentiert mit „Mostbarone“ sein neues Werk.
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Er kann das fiktive Morden einfach nicht sein lassen und tut es daher immer wieder. Der gebürtige Ybbsitzer Helmut Scharner ist eigentlich Sales Manager beim größten heimischen Stahlkonzern, entdeckte aber vor 15 Jahren das Schreiben für sich. Da der heute 46-Jährige schon immer gerne Spannungsromane wie Krimis und Thriller gelesen hat, wagte er sich nach ersten Texten, die eher satirisch oder leicht ironisch angehauchte Liebesgeschichten waren, an sein Lieblings-Genre heran. 2016 erschien dann im Verlag Gmeiner mit „Mostviertler“ sein erster Krimi. Mittlerweile hat er seinen vierten Kriminalroman veröffentlicht. In „Mostbarone“ geht es den allseits beliebten Vertretern der Mostkultur an den Kragen.

„Wollte mich typisch regionalem Thema widmen“

„Diesmal wollte ich mich erstmals einem typisch regionalen Thema widmen“, berichtet Helmut Scharner, der mit seiner Familie in St. Georgen am Ybbsfelde lebt. „Meine Eltern waren Nebenerwerbsbauern, sie haben zwar nie selbst Most hergestellt, aber ich kannte Most durchaus von Bauernhöfen in der Umgebung. Da das Getränk in den vergangenen Jahren deutlich an Ansehen gewonnen hat und genau daran die Mostbarone einen erheblichen Anteil haben, kam ich auf die Idee, meinen Kriminalroman im Kreis dieser Vereinigung anzusiedeln.“

Scharners Ansinnen wurde gleichsam vom Verlag und den Mostbaronen positiv aufgenommen. „Sie erteilten mir somit die Lizenz zum fiktiven Töten“, erzählt Helmut Scharner, der Mitglied der Autorenvereinigung „Das Syndikat“ und der österreichischen Krimiautoren ist, schmunzelnd. Und das passiert im Buch so: Franz Haider, Primus der Mostbarone, liegt erschlagen vor seinem Mostheurigen. Als Tatwaffe wurde die Mostflasche eines Konkurrenten verwendet, der die Tat vehement abstreitet. Major Brandner findet heraus, dass der Ermordete sich in seinem Amt als Vereinsprimus nicht nur Freunde gemacht hat und obendrein eine Affäre hatte. Die Zahl der Verdächtigen wächst, doch konkrete Beweise fehlen. Da stellt ein weiterer Mord die bisherigen Ermittlungen auf den Kopf.

Bleibt noch eine Frage offen: Wird „Wiederholungstäter“ Scharner auch in Zukunft das Morden mit der Tastatur betreiben? „Definitiv! Ich schreibe derzeit bereits am fünften Fall für Brandner, der auch wieder im Mostviertel angesiedelt sein wird. Außerdem habe ich in den vergangenen Jahren auch die eine oder andere spannende Geschichte ohne Brandner entwickelt, aber über noch ungelegte Eier soll man ja bekanntlich nicht reden und schon gar nicht schreiben…“

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