„Mostkost to go“ war voller Erfolg. Die Johannser Mostkost fand im heurigen Jahr bei den Bewertern zu Hause statt.

Von Sabine Hummer. Erstellt am 28. März 2021 (04:40)
Elf Moste wurden bei der Johannser Mostkost von 37 Bewertergruppen beurteilt. Hilfreich waren dabei die von Michael Oberaigner erstellten Bewertungsbögen.
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Die Mostkost ist seit jeher ein fixer Termin im Kalender jedes Mostproduzenten. Warum diese ausgerechnet in Corona-Zeiten ausfallen lassen, dachte sich Mostbaron und Ortsbauernratsstellvertreter Michael Oberaigner und fand in Obmann Ernst Michlmayr und der Landjugend Wolfsbach gleich begeisterte Zustimmung für seine Idee einer „Mostkost to go“.

Kurzerhand wurde dieses Event der anderen Art auf die Beine gestellt und sämtliche Mostproduzenten aus St. Johann wurden dazu eingeladen sowie ein Aufruf zum Mitkosten via Handyplattform gestartet. „Die Rückmeldungen waren enorm“, freut sich Bauernbundobmann Michlmayr, der in „normalen“ Jahren rund 60 Bewerter zur Mostkost begrüßen darf. „37 Bewertungsgruppen haben sich angemeldet. Da ja laut aktuellen Corona-Bestimmungen zwei Haushalte zusammengehen dürfen, sind das rund 160 Verkoster, die mitgemacht haben.“

Elf Moste wurden heuer bewertet

Elf Moste galt es bei der Mostkost zu bewerten. „Heuer durfte jeder Produzent nur einen Most abgeben, da es ansonsten nicht durchführbar gewesen wäre“, erklärt Organisator Michael Oberaigner. Zehn Liter Most wurden im Vorfeld von den einzelnen Produzenten beim Mostheurigen „Zur steinernen Birne“ abgegeben und von der Familie Binder-Oberaigner in Probierflaschen zu 0,33 Liter abgefüllt. Diese wurden anschließend von den Mitgliedern der Landjugend Wolfsbach rund um Leiter Peter Cremer und Leiterin Nadine Fellner anonymisiert nummeriert. Jede angemeldete Bewertergruppe konnte sich am Freitagabend elf Bewertungsmoste, einen Vergleichsmost sowie einen Bewertungsbogen abholen. Das Angebot, auch eine ‚Jause to go‘ beim Mostheurigen zu bestellen, wurde ebenfalls gut angenommen.

„Viele haben die Möglichkeit genutzt, die besten Johannser Moste in Kombination mit einer herzhaften Jause zu genießen“, freut sich Mostbaron Michael Oberaigner über die erfolgreiche Aktion.

Bewertet wurde dann zu Hause per Online-Votum, das von den Mitgliedern der Landjugend Wolfsbach ausgewertet wurde. Zum Sieger der St. Johannser „Mostkost to go“ wurde Michael Oberaigner gekürt, gefolgt von Ernst Michlmayr auf Platz zwei. Der dritte Platz ging an Franz Stocklassa.

Die Johannser „Mostkost to go“ wird übrigens keine Eintagsfliege bleiben, denn Initiator Michael Oberaigner wird die Idee für seinen Mostheurigen „Zur steinernen Birne“ übernehmen: „Wir planen, dass man sich eine Jause und dazu eine Auswahl an verschiedenen Mosten zum Durchkosten bei uns abholen kann.“ Und natürlich wird auch der Johannser Siegermost dabei sein.