FPÖ-Spitzenkandidat Landbauer: „Werden System ÖVP stürzen“

Erstellt am 25. Jänner 2023 | 03:13
Lesezeit: 3 Min
Freiheitliche schossen im Schloss St. Peter scharf gegen den politischen Mitbewerb.
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Im gut gefüllten Festsaal des Schlosses St. Peter stellten FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz, Spitzenkandidat zur Landtagswahl, Udo Landbauer, und Bundesparteiobmann Herbert Kickl die Themen ihrer „Neustart Tour“ vor. Die politischen Mitbewerber – allen voran die ÖVP und Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner – wurden dabei hart kritisiert.

Die Freiheitlichen, sagte Generalsekretär Schnedlitz, hätten nicht nur wegen der Corona-Politik mit der ÖVP noch eine Rechnung offen. 2022 habe es 180.000 Neuankömmlinge in Österreich gegeben. „Es kann nicht sein, dass unsere Senioren und Familien kein Geld haben, aber diese Neuankömmlinge Sozialleistungen kassieren und ihnen auch noch der Klimabonus hinterhergeworfen wird“, kritisierte er.

Die Freiheitlichen seien keine Putin-Versteher, aber gegen die Russland-Sanktionen, da sie nicht den Preis für Kriegstreiberei zahlen wollen.

2023 als „Jahr der Abschiebungen“

Udo Landbauer betonte, dass es in diesem Land einen „Neustart und eine Grunderneuerung braucht“. Die Politiker der anderen Parteien seien abgehoben und realitätsfremd. Das zeige sich an lächerlichen Energiespartipps und daran, dass Millionen von Euro in die Subvention von E-Autos gesteckt würden. Milliarden, die in der Corona-Zeit hinausgeworfen worden seien, hätten in den Gesundheitsbereich investiert und der Lohn für Pflegekräfte angehoben werden sollen.

„Das Land hat etwas Besseres verdient als diese falsche und korrupte ÖVP. Wir werden das System ÖVP Niederösterreich daher am 29. Jänner stürzen“, kündigte Landbauer an. Wer aber die SPÖ, die Grünen oder die Neos wähle, wähle Mikl-Leitner mit. Landbauer forderte auch, das „Asyl-Chaos“ zu stoppen. 2023 müsse das Jahr der Abschiebungen werden.

Kampf für die „Festung Europa“

„Die Politik steht auf Kriegsfuß mit dem Hausverstand und den eigenen Leuten“, sagte Herbert Kickl, den das Publikum lautstark begrüßte. ORF-Mitarbeiter seien „als Journalisten getarnte Politiker, die in einem Paralleluniversum leben statt sich um die Sorgen der Menschen zu kümmern.“ Die Liederbuch-Affäre sei ein Attentat auf Udo Landbauer gewesen, bei der der ORF mit dabei gewesen sei.

Darauf folgte ein Rundumschlag gegen Wolfgang Sobotka, Johanna Mikl-Leitner, Bundeskanzler Karl Nehammer und andere ÖVP-Politiker. „Es ist ein Gift, wenn Leute mit so viel Macht so lange an der Macht sind“, sagte Kickl. Am 29. Jänner brauche es daher eine „Wählerwatschn“ für die „machtsüchtige, korrupte ÖVP“, aber auch für die in sich gespaltene „Selbsthilfegruppe“ SPÖ. „Ich bin zwar nicht der Größte oder der Schönste, aber ich möchte der Ehrlichste sein“, so Kickl. Er versprach, gegen die „Völkerwanderung von Wirtschaftsflüchtlingen und für die Festung Europa“ zu kämpfen.

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