Schuldenstand wird 2021 nicht steigen. Gemeinde setzt im kommenden Jahr auf nachhaltige Investitionen in die Infrastruktur.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 23. Dezember 2020 (03:03)
Bürgermeister Johannes Heuras: „Umsichtige Finanzpolitik hilft uns durch die Krise.“
Gemeinde

Einstimmig hat der Gemeinderat kürzlich den Voranschlag für das Jahr 2021 beschlossen. Die Coronakrise wirkt sich natürlich auch auf St. Peter negativ aus. „Wir wurden von der Finanzaufsicht des Landes informiert, dass wir 2020 und 2021 mit einem Ausfall an Ertragsanteilen in Höhe von jeweils 600.000 Euro kalkulieren müssen, insgesamt sind das also 1,2 Millionen Euro, die wir ansonsten für Projekte in unserer Gemeinde verwendet hätten“, sagt Bürgermeister Johannes Heuras.

In Anbetracht dieser Ausgangslage habe man versucht, die Investitionen in Bereichen zu tätigen, wo sie nachhaltig wirken und insbesondere die Infrastruktur vor Ort verbessern (Kanal, Wasser, Straßenbau, LED- Umrüstung, nachhaltige Energie, etc.). „Wir mussten aber natürlich auch all das budgetieren, was bereits beschlossen oder in Auftrag gegeben wurde. Dazu gehört zum Beispiel der Ankauf eines neuen HLF3 für die Feuerwehr St. Peter/Au Markt. Bestellt haben wir es heuer schon, aber aufgrund von Lieferzeiten von bis zu 14 Monaten müssen wir die Rechnung in Höhe von 500.000 Euro 2021 begleichen“, sagt Heuras. Alles in allem sei es trotz der angespannten Lage gelungen, ein Budget zu erstellen, das ein ausgeglichenes Haushaltspotenzial aufweise (+/-0). Es sei zwar die Aufnahme von Darlehen vorgesehen, der Schuldenstand werde aber nicht steigen, da ja auch Darlehen getilgt würden.

Pro-Kopf-Verschuldung: 1.000 Euro pro Kopf

Mit einem Gesamtschuldenstand von 5.787.200 Euro per 31.12.2021 – rund 1.100 Euro pro Kopf –, liege man deutlich unter dem NÖ-weiten Schnitt. „Wir bleiben mit diesem Voranschlag unserer Linie, mit der wir auch in der Vergangenheit erfolgreich waren und St. Peter/Au in die Liste der 250 Top-Gemeinden gebracht haben, treu. Der Abbau des Schuldenstandes in den letzten Jahren um rund 25 Prozent und eine umsichtige Finanzplanung und -politik helfen uns, in diesen schwierigen Zeiten bestmöglich durch die Krise zu kommen“, sagt Heuras.