Blaugelbe Galerie als Jubilar: „Nicht leise geworden“

Die blaugelbe Galerie feiert den 30. Geburtstag. Passend mit den Ausstellungen „Sommer Stücke“ und „Nach Sommer“.

Erstellt am 21. August 2020 | 04:43
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„In den letzten 30 Jahren sind wir kein bisschen leise geworden. Wir halten den künstlerischen Diskurs in der ländlichen Region am Laufen“, weiß Leopold Kogler.
Foto: privat

1990 taten sich die vier Galerien, die das Land in jedem Viertel errichtete, zusammen. Ziel war es, ein Netzwerk zu schaffen, das sich gegenseitig unterstützt. Das Ganze unter der Marke „blaugelbe Galerien“. Damals wurde für das Mostviertel der Standort im Kulturhof Weistrach ausgewählt und Leopold Kogler zum künstlerischen Leiter nominiert.

30 Jahre später ist die blaugelbe Galerie seit sechs Jahren im Schloss St. Peter untergebracht. Als künstlerischer Leiter fungiert immer noch Leopold Kogler, der mit Martin Veigl seit vier Jahren aber einen jungen, aufstrebenden Künstler und Kunstvermittler an seiner Seite hat.

„Heute kommunizieren und vernetzen wir uns zwar anders als zur Gründerzeit, aber im Zentrum stehen nach wie vor unsere kulturelle Selbstbestimmung und Ausrichtung hochkarätiger Ausstellungen von Gegenwartskunst“, betont Kogler.

Ausstellungen für die Künstler und Besucher

Man sei Sprachrohr der Künstler des Mostviertels und Anlaufstelle für alle, die in Niederösterreich und in den angrenzenden Bundesländern Kunst machen.

„Für diese machen wir attraktive Ausstellungen. Und für eine stetig wachsende Besucherzahl. Eine Arbeit, die immer noch mit viel Leidenschaft getätigt wird, die notwendig ist, Freude und Spaß macht und doch auch viel Fingerspitzengefühl und Durchhaltevermögen erfordert“, resümiert der durchaus zufriedene Galerieleiter.

In einem Jahr, in dem deutlich sichtbar wird, in welch einer Krise sich die Kultur-und Kunstszene befindet, feiert man still und bescheiden das 30-Jahr-Jubiläum. Gegenwärtig und im Laufe der nächsten zwei Monate steht ein Rückblick auf dem Programm. Außerdem werden neue Arbeiten von Wegbegleitern vor gestellt.

Knapp hundertfünfzig Ausstellungen waren in den drei Jahrzehnten zu erleben. Alle gemacht von Leopold Kogler, der die Ausstellungen entwickelt und mit einer kleinen Mannschaft betreut.

„Wir haben hier schon viele bekannte Namen aus der österreichischen Kunstszene gehabt. Die Ausstellung „Nach Sommer“, die am 13. September eröffnet wird, spart ebenfalls nicht mit klingenden Namen: Josef Kern, Alois Mosbacher und Hubert Schmalix, alle einst Begründer der „Neuen Wilden“, Elfriede Mejchar, die Doyenne der österreichischen Fotografie und der renommierte Fotograf Robert Zahornicky.