Breitband-Internet: Ringen um die Anschlussquote

Erstellt am 26. Januar 2022 | 05:54
Lesezeit: 4 Min
42 Prozent der Haushalte im Ausbaugebiet in St. Peter und Seitenstetten müssen Glasfaser bestellen, damit nöGiG im Frühjahr mit den Arbeiten beginnt.
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Der Countdown läuft. Nur noch bis 31. Jänner hat St. Peter/Au Zeit, um Bürger, die im geplanten Breitband-Ausbaugebiet der Niederösterreichischen Glasfaserinfrastruktur GmbH (nöGIG) wohnen, von einem Anschluss zu überzeugen. „Die Chancen stehen gut. Wir sind zuversichtlich, dass wir die Hürde von 42 Prozent der Haushalte erreichen werden“, zeigt sich Bürgermeister Johannes Heuras optimistisch und zieht einen Vergleich mit einem Marathon. „Wir haben 42 Kilometer zu laufen und befinden uns auf den letzten Kilometern kurz vor der Zielgeraden. Das Ziel ist bereits in Sichtweite.“

Durch die aktuelle Corona-Lage und den Lockdown war die Anmeldephase, die im November mit einer Informationsveranstaltung startete, eine große Herausforderung. Vor allem in den vergangenen Wochen langten dann aber immer mehr Anmeldungen am Gemeindeamt und auf der Online-Plattform der NÖ Glasfaserinfrastrukturgesellschaft nöGIG ein. „Unsere Glasfaserbotschafter waren und sind unermüdlich unterwegs, um die Hausbesitzer im geplanten Ausbaugebiet über alle Möglichkeiten und Details zu den Anschlussmodalitäten und Vorteilen eines Glasfaseranschlusses zu informieren“, berichtet Bürgermeister Heuras, der zuletzt noch ein persönliches Schreiben an jene Hausbesitzer geschickt hat, die sich bis dato noch nicht angemeldet haben.

„Wer jetzt noch offene Fragen hat, kann sich jederzeit gerne am Gemeindeamt oder bei unseren Glasfaserbotschaftern melden“, sagt Heuras. „Wir wollen dieses gemeinsame Ziel erreichen, damit St. Peter zukunftsfit wird“, betont der Bürgermeister. Denn ein Glasfaseranschluss sei in Zukunft eine sehr wichtige Infrastruktur und somit nicht nur für Wirtschaftstreibende, sondern auch für jeden Haushalt eine nachhaltige Investition.

Anmeldefrist bis 6. Februar verlängert

Auch in der Nachbargemeinde Seitenstetten bemühen sich Bürgermeister Johann Spreitzer und die Gemeinderäte als Glasfaserbotschafter, die magische Zahl von 42 Prozent der Haushalte im vorgesehenen Ausbaugebiet für einen Glasfaseranschluss zu gewinnen. Und sie haben da noch einiges zu tun. Von den insgesamt etwa 900 Haushalten gilt es rund 400 zu überzeugen, bei etwa 300 ist es bisher gelungen. „Wir versuchen, den Leuten klarzumachen, dass es hier um eine riesengroße Chance für unseren Ort geht. Glasfaser ist eine wichtige Zukunftstechnologie für die Betriebe, aber auch für die privaten Haushalte. Wenn wir die Quote nicht schaffen, würde das bedeuten, dass wir der Entwicklung im digitalen Bereich um Jahre hinterherhinken“, weist der Ortschef auf die rBedeutung des Projektes hin. Schwierig ist es vor allem, die Mehrparteienhäuser mit Wohnungen im Privatbesitz für einen Anschluss zu gewinnen, denn da müssen tatsächlich alle Bewohner zustimmen. Auch die Genossenschaften davon zu überzeugen, ihre Miethäuser mit einem Glasfaseranschluss auszustatten, ist nicht immer ganz einfach.

„Wir haben im November eine Info-Veranstaltung in der Volksschule gemacht, an der 100 Leute teilnahmen, und im Lockdown dann ein Webinar, bei dem auch rund 50 Bürger dabei waren. Und natürlich sind die Gemeinderäte unterwegs, um die Bürger von den Vorteilen eines Anschlusses zu überzeugen. Die Pandemie macht uns die Aufgabe nicht leichter“, berichtet Spreitzer.

In Seitenstetten wurde die Anmeldefrist für einen Anschluss bis 6. Februar verlängert. Der Ortschef weist auch auf den Kostenfaktor hin. Wer sich jetzt entschließt, zahlt nur 300 Euro für den Anschluss, später sind es dann 1.000 Euro. „Es kommt auf jeden einzelnen an, um Seitenstetten fit für die digitale Zukunft zu machen“, betont der Bürgermeister.

Alles Infos zum Glasfaseranschluss gibt es am Gemeindeamt.

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