Karlheinz Vinkov: Künstler nah am Menschen. Der Künstler und Pädagoge im Ruhestand, Karlheinz Vinkov, holt sich viel Inspiration aus der Natur.

Von Josef Penzendorfer. Erstellt am 09. November 2020 (06:29)
Karlheinz Vinkov
Der Pädagoge und leidenschaftliche Künstler Karlheinz Vinkov versucht im Ruhestand, vieles bewusster zu erleben.
privat

Sein Leben lässt sich an einigen wenigen markanten Wegmarken festmachen: Karlheinz Vinkov – aus Probstdorf im Marchfeld, Matura und Pädagogische Akademie in Wien, von 1977 bis 2019 Lehrer für Englisch, Bildnerische Erziehung und Sport an den Haupt- bzw. Mittelschulen St. Peter/Au und Seitenstetten. Doch was dieser engagierte und talentierte Pädagoge in Verbindung mit und auch zusätzlich zu seinem Beruf noch alles geleistet hat, dafür bedarf es mehr Worten.

Als engagierter Klassenvorstand legte er stets viel Wert auf soziales sowie offenes Lernen. In zahlreichen Projekten und Aktionen entstanden viele künstlerische Arbeiten und Performances. So manches davon ziert noch immer das Schulhaus in Seitenstetten.

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„Herbst – der Betrachter wird in diesem Gemälde von Karlheinz Vinkov eingeladen, im genauen Hinsehen die Vielfalt und Schönheit der Schöpfung (wieder) zu entdecken.
privat/Penz

Als begeisterter Künstler war er mit seinen Impulsen zudem stets kreativer Vorreiter für viele schulische Neuerungen wie Krea(k)tivkurse oder Wahlpflichtfächer. „Schule war für mich auch Berufung. Fertigkeiten und Geisteshaltungen, die mir wichtig waren, durfte ich an die Kinder weitergeben. Pädagogische Konzepte und neue Erkenntnisse konnte ich mit meinen Lehrerkollegen umsetzen“, blickt Schulrat Vinkov, der fast 25 Jahre als Kunsterzieher auch in der Lehrerfortbildung tätig war und ebenso lange und noch immer Kurse für Malerei und Grafik etwa im Bildungszentrum St. Benedikt für Erwachsene anbietet, zufrieden auf seine berufliche Laufbahn zurück.

Große Leidenschaft für Druckgrafik

„Meine ersten Ausstellungen hatte ich schon kurz nach Dienstantritt in St. Peter/Au. Mein damaliger Direktor Alois Schmutzer würdigte mein künstlerisches Schaffen und so kam es bald zu Einzelausstellungen im Café Bittner und im Schloss St. Peter – gemeinsam mit dem Fotografen Gerhard Wieser und Autor Herbert Pauli“, erzählt der sympathische Künstler, der als Mitbegründer der Kunstaktion ‚Palette‘ (Kunst im Schaufenster) und Leiter der Sommerakademie ‚KISS‘ (Kunst im Schloss) über viele Jahre hinweg regen Kontakt zu Künstlerkollegen pflegte und sich als Mitglied in mehreren Kunstvereinen österreichweit an vielen Ausstellungen beteiligte. „Auf diversen Malreisen entdeckte ich die Freude am Zeichnen vor der Natur, so entwickelte ich für mich die Technik der aquarellierten Federzeichnung, die es mir erlaubt, die Naturbeobachtung mit meiner Stimmung zu verknüpfen“, erklärt Vinkov.

„Stets aufgeschlossen für Neues im Leben“

Seine große Leidenschaft aber gilt der Druckgrafik mit all ihren Ausdruckformen: „Experiment, Neugierde, handwerkliche Perfektion und der Umgang mit unterschiedlichsten Werkzeugen und Materialien machen diesen Arbeitsbereich so interessant für mich.“

In 40-jähriger Funktionärstätigkeit bei der Union St. Peter/Au investierte er auch viel Zeit in die Organisation diverser Sportveranstaltungen. Er blickt aber auch auf eine abwechslungsreiche Karriere als Meisterschaftsspieler in Volleyball, Badminton und Tischtennis zurück, Im Ruhestand versucht Vinkov alles etwas langsamer und bewusster zu tun: Er widmet sich seiner Familie in Haus und Garten, insofern fühlt er sich durch die „Coronazeit“ nicht eingeschränkt. „Ich durfte in meinem Leben viele Freundschaften pflegen und Menschen begeistern. Das erfüllt mich mit großer Dankbarkeit. Ich schaue positiv in die Zukunft. Für Neues, das in meinen Lebensplan passt, bin ich stets aufgeschlossen“, gewährt Karlheinz Vinkov Einblick in seine Gefühlswelt und arbeitet fleißig weiter.

Mehr von seiner Kunst gibt es hier: https://www.grafik-vinkov.com/