Viktoria (19) mixte einen Cocktail aus der Region. Viktoria Krendl aus St. Peter entschied das Rennen um den Gesamtsieg beim „Monin-Schülercup“ für sich. Ihr Cocktail „Milch4terl“ mit Säften aus der Region punktete.

Von Sabine Hummer. Erstellt am 29. März 2017 (06:42)
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Viktoria Krendl beim Mixen ihres Cocktails „Milch4terl“, bei dem sie Ferdl-SäfteausKematenverwendete.
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Am Vorabend ihres 19. Geburtstages machte sich Viktoria Krendl aus St. Peter selbst ihr größtes Geburtstagsgeschenk: Sie siegte beim „Monin-Schülercup“ – einem Barwettbewerb, der in Weyer veranstaltet wurde – und gewann eine Reise zum Monin-Europa-Finale in Polen. „Es war für mich sehr überraschend, ich habe damit überhaupt nicht gerechnet“, strahlt die Gesamtsiegerin über das ganze Gesicht.

Beim Bewerb mussten einige Kriterien erfüllt werden

Naturmaterialien aus dem elterlichen Betrieb in St. Peter machten den Drink zum Hingucker.
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Schon im Vorjahr war die Schülerin der HLT Klessheim (Salzburg) als Ersatzperson ihrer Schule dabei, heuer durfte sie in erster Reihe im dreiköpfigen Team ihrer Schule mitmachen. „Wir haben sehr viel Zeit in die Vorbereitung investiert und jeden Montagabend mit unserem Lehrer Michael Hauser in der Freizeit geübt“, erzählt die Maturantin.

Denn beim Bewerb mussten einige Kriterien erfüllt werden: Neben sensorischen Fähigkeiten (Sirupe und Spirituosen mussten am Geruch erkannt werden) musste ein Wissenscheck mit 30 Cocktail-Rezepten absolviert werden und es galt, auf der Bühne eine alkoholfreie Cocktail-Eigenkreation zuzubereiten, wobei hier seitens der Jury auf die Facharbeit auf der Bühne, die Dekoration und den Geschmack des Getränks Wert gelegt wurde.

„Ich wollte einen authentischen Cocktail mit Produkten aus meiner Heimat kreieren“, erzählt die Schülerin. Neben Heumilch und einen Birnensirup der Firma Monin verwendete sie zwei Säfte – Apfel-Weichsel und Apfel-Quitte – von Ferdl-Most Litzellachner in Kematen. „Der Produzent weiß gar nichts davon. Ich bin durch Zufall auf die Säfte gestoßen und die haben super in mein Konzept gepasst“, verrät Krendl.

Die Dekoration der Marke ist Eigenproduktion: Die Unter- setzer wurden aus Holz gefertigt, mit Heu gefüllte Jutesackerl mit einer Birne machten das Bild perfekt. „Mein Papa hat das Holz aus unserem Wald geholt, Karl Wagner hat sie dann gefräst und geschliffen“, erzählt Viktoria, die mit insgesamt acht Punkten Vorsprung gewann.

In der Teamwertung gab es noch einmal Grund zur Freude: Die St. Petererin holte sich mit ihren Mitstreitern der HLT Klessheim Platz zwei und verpasste den Sieg um lediglich 0,7 Punkte.

Überglücklich nahm Viktoria Krendl ihren Preis entgegen. Mit ihren Schulkollegen der HLT Klessheim schaffte sie den zweiten Platz in der Teamwertung.
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