Müllsammel-Aktion in Amstetten nicht in Gruppen möglich. Corona-bedingt keine Sammlung in Gruppen möglich. Stadt hofft auf Familien und Einzelpersonen. SPÖ kritisiert mangelhafte Vorbereitung, Umweltstadtrat weist das zurück.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 18. März 2021 (04:30)
Die SPÖ schlägt vor, an den Wegen Mistsäcke zur Entnahme anzubieten (von links): Annika Blutsch, Jessica Griessenberger und SPÖ-Umweltsprecherin Birgit Kern.
SPÖ, SPÖ

Der NÖ Frühjahrsputz läuft heuer Corona-bedingt anders ab. „Es ist mir aber sehr wichtig, dass die Aktion trotzdem durchgeführt wird“, sagt Umweltgemeinderätin Michaela Pfaffeneder. Auch Umweltstadtrat Dominic Hörlezeder sieht das so. „Man kann zwar nicht in Gruppen sammeln, aber alleine oder mit Personen, die im selben Haushalt leben, unter Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen.“ Die Gemeinde stellt Müllsäcke etc. zur Verfügung und holt diese auch ab. Bürgermeister Christian Haber hauer hofft, dass viele Menschen mitmachen. „Wir müssen zusammenhelfen und so für eine saubere Gemeinde sorgen.“

Kritik am Ablauf der Aktion kommt von der SPÖ. Sie kritisiert, dass die Vereine und Organisationen zu wenig über die Aktion informiert worden sein. „Auch wenn das Sammeln in großen Gruppen im Moment natürlich nicht möglich ist, hätte eine Info sicher viele Menschen erreicht, die diesmal nicht aktiv werden“, sagt Umweltsprecherin Birgit Kern. Aus ihrer Sicht wäre es auch wichtig, die Wege, an denen gesammelt werden soll, ordentlich aufzuteilen. „Wenn alle an den beliebtesten Wanderwegen sammeln, bleibt in anderen Bereichen der Müll liegen.“

Hörlezeder weist diese Kritik zurück. Man führe die Müllsammelaktion im vom GDA vorgegebenen Rahmen durch. Sicherheit sei oberstes Gebot. „Mit diversen Vereinen und Feuerwehren wurde natürlich gesprochen, davon wurde auch die SPÖ in der letzten Umweltausschusssitzung in Kenntnis gesetzt. Irgendwann sollte sie beginnen, vernünftig und ehrlich zu arbeiten, die Zeit des Wahlkampfes ist seit über einem Jahr vorbei.“

Die SPÖ schlägt im Übrigen auch vor eine Idee der beiden Hundebesitzerinnen Annika Blutsch und Jessica Griessenberger aufzugreifen und ähnlich wie die Sackerl fürs Gackerl an verschiedensten Stellen Mistsäcke zur Entnahme anzubieten. Beide ärgern sich immer wieder über Vermüllung entlang von Gehwegen oder beliebten Plätzen.