Ettlinger wechselt mit Juni zur Moststraße. Stadt braucht einen neuen Marketing-Manager. Lob gibt es für Arbeit der scheidenden AMG-Geschäftsführerin.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 06. Mai 2019 (18:15)
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Maria Ettlinger wechselt zur Moststraße.
kommunikationsagentur sengstschmid

Paukenschlag beim Stadtmarketing. Geschäftsführerin Maria Ettlinger (27) hat am 30. April gekündigt. „Ich habe Tourismus studiert und möchte mich in diesem Bereich weiter entwickeln. Das ist im Stadtmarketing nicht in dem Maße möglich, wie ich das gerne hätte, daher werde ich als Projektbetreuerin zur Moststraße wechseln“, sagt die Amstettnerin. Sie wird die Geschäfte der Amstettner Marketing Gesellschaft noch bis 31. Mai weiterführen und will die Übergabe geregelt über die Bühne bringen. „Die Einkaufsnacht ist ja bereits auf Schiene und natürlich werde ich dafür auch noch diverse Vorarbeiten erledigen.“

Ihre Zeit im Stadtmarketing sei, sagt Ettlinger, interessant und auch abwechslungsreich gewesen. „Wir haben ja auch viel weitergebracht. In den ersten Jahren standen die wirtschaftsnahen Events im Mittelpunkt, im letzten Jahr hat sich der Aufgabenbereich immer mehr Richtung Leerflächenmanagement verschoben und da haben wir mit den PopUp-Stores ja einen wichtigen Impuls gesetzt“, zieht sie eine durchaus positive Bilanz ihrer Tätigkeit.

Ettlinger kam 2014 zum Stadtmarketing und wurde 2016 zur Geschäftsführerin bestellt.

Auch Bürgermeisterin Ursula Puchebner stellt der scheidenden Marketing-Spezialistin ein positives Zeugnis aus. „Sie hat zielorientiert gearbeitet und zum Beispiel mit der Veränderung des Adventmarkts einem lange gehegten Wunsch der Bevölkerung Rechnung getragen.“

Der Amstettner Weihnachtswald sei weit über die Stadtgrenzen hinaus zum Besuchermagnet geworden.

 PopUp-Stores als Meilenstein für Stadt

 Und auch der Advent im Schulpark sowie die Stille Weihnacht im Schloss Ulmerfeld seien Erfolgsprojekte. Die neuen Pop-up-Stores sind auch für Puchebner ein „Meilenstein für die Innenstadtentwicklung. Ettlinger hat aber auch von der ersten Stunde an am Projekt CityKompass mitgearbeitet. Mit diesem Projekt sind viele wichtige Weichenstellungen für die künftige Positionierung der Stadt getroffen worden“, betont die Bürgermeisterin.

Die Kündigung Ettlingers hat Puchebner zwar überrascht, aber ihr sei, so die Stadtchefin, klar, „dass junge Menschen Erfahrungen in verschiedenen Arbeitsfeldern machen wollen und dass sie daher neue, attraktive Chancen ergreifen.“

Auch für ÖVP-Klubsprecher Markus Brandstetter hat die scheidende AMG-Geschäftsführerin gute Arbeit geleistet. „Für die positive Entwicklung von Amstettens Innenstadt ist es wichtig, Menschen zu haben, die für die Gestaltung brennen und neuen Ideen gegenüber offen sind. Maria Ettlinger gehört sicher zu diesen Menschen, die stets auf der Suche nach Neuem sind. Sie hat als Geschäftsführerin der AMG viel Einsatz gezeigt und mit viel Engagement und Tatkraft neue Impulse nach Amstetten gebracht“, lobt er.

Die AMG wird noch im Mai über die Nachfolge Ettlingers entscheiden. Es gab laut Puchebner bereits ein Abstimmungsgespräch mit den stimmberechtigten Mitgliedern in der Generalversammlung sowie den Klubsprechern von SPÖ, ÖVP, FPÖ und den Grünen, bei dem die weitere Vorgangsweise festgelegt wurde. Ein Kandidat für das Amt des Geschäftsführers soll schon für die Übernahme bereitstehen.