Chancen auf Pflege-FH in Mauer. Mehrere Interessenten im Land. Landesklinikum Mauer dürfte aber gute Karten haben, da dort ja schon ein Campus für die Pflegeausbildung im Westen geplant ist.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 22. Oktober 2019 (05:01)
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Das Landesklinikum in Mauer könnte in absehbarer Zeit auch Standort einer Pflegefachhochschule sein. Es ist ja bereits geplant, dort einen Campus für die Pflegeausbildung im westlichen Niederösterreich zu errichten. Vier historische Pavillons werden für diesen Zweck adaptiert.

Das Landesklinikum ist im Gespräch als Standort einer möglichen weiteren Pflege-Fachhochschule in Niederösterreich. Das wurde auf Anfrage der NÖN auch vom Büro von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bestätigt. Die Entscheidung soll 2020 fallen. Amstetten steht da natürlich auch im Wettstreit mit einigen anderen Gemeinden.

Bedarf an Pflegepersonal steigt

Derzeit gibt es FH-Standorte für die Pflegeausbildung in St. Pölten, in Wiener Neustadt und in Krems. Das Land hat dort schon heuer die Ausbildungsplätze von 222 auf 300 erhöht. Da der Bedarf an Pflegepersonal in Zukunft noch weiter zunehmen wird, wie Bedarfserhebungen des NÖGUS bestätigen, werden diese aber nicht ausreichen.

Für VP-Landtagsabgeordnete Michaela Hinterholzer würde eine Pflegefachhochschule in der Region durchaus Sinn machen. „Mauer wird ja schon durch den geplanten Campus, in dem die Pflegeschulen von Amstetten, Melk und Scheibbs zusammengefasst werden, zum Krankenpflegeausbildungsschwerpunkt im westlichen Niederösterreich. Eine Fachhochschule würde den Standort noch aufwerten und auch abrunden, zumal die diplomierten Kräfte künftig ja alle eine Fachhochschule absolviert haben müssen.“

Pflegeschul-Campus um rund 16,8 Millionen

Wie die NÖN schon berichtete, wird im Landesklinikum um rund 16,8 Millionen ein Pflegeschul-Campus errichtet. Vier historische Pavillons werden renoviert. Geplant ist, dass dort schon ab 2021 175 Pflegeschü ler unterrichtet werden.

Auch SP-Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig hält die Errichtung einer Pflegefachhochschule in Mauer „für absolut gescheit. Die Stadt hat dem Land ja auch schon vor längerer Zeit einen entsprechenden Vorschlag unterbreitet.“

Dies bestätigt Bürgermeisterin Ursula Puchebner. „Wir haben diesen Wunsch schon im Jahr 2016 bei Johanna Mikl-Leitner, die damals noch Landeshauptmannstellvertreterin war, und dem damals zuständigen Landesrat Wilfing deponiert. Wir haben dabei auf die absoluten Vorzüge des Standorts Amstetten hingewiesen.“ Durch eine Fachhochschule würde das Angebot der Bildungsstadt Amstetten natürlich deutlich aufgewertet. „Ich hoffe daher sehr, dass es klappt“, sagt Puchebner.

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