Bezirk Amstetten: Anzahl der Verkehrstoten stieg an. 2015 kamen „nur“ drei Menschen bei Unfällen ums Leben. Das war der Tiefststand.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 24. Juli 2018 (05:41)
Rotes Kreuz St. Peter in der Au
Vier Verkehrstote gab es heuer schon im Bezirk. Im Juni kam eine 29-jährige Frau auf der L88 bei Wolfsbach bei einem Frontalzusammenstoß ums Leben.

Vier Verkehrstote waren im ersten Halbjahr im Bezirk bereits zu beklagen. Dazu zählt auch der tragische Fall der Ferschnitzerin, die von einem fallenden Baum tödlich verletzt wurde.

Im Vorjahr gab es auf den Straßen des Bezirks sieben Todesopfer (ohne A1). Damit ist die Tendenz nach einigen Jahren mit rückläufigen Zahlen wieder steigend. „In den Jahren 2011 und 2012 hatten wir viele Verkehrstote (siehe weiter unten). Meist bei Alleinunfällen im Freiland und die Geschwindigkeit war dabei immer der entscheidende Faktor“, berichtet Major Andreas Kronsteiner, beim Bezirkspolizeikommando zuständig für die Verkehrsagenden.

Hohe Zahl an Geschwindigkeitsübertretungen

Viele Lenker waren also zu schnell unterwegs. In den Jahren 2013/14 intensivierte die Polizei gemeinsam mit der Landesverkehrsabteilung im Bezirk daher Radarmessungen und setzte mehr Zivilstreifen ein. „Wir stellten tatsächlich eine sehr hohe Zahl an Geschwindigkeitsübertretungen fest. Und die Kontrollen wirkten. 2013 und 2014 gab es weniger Tote. 2015 haben wir mit drei dann den Tiefststand erreicht“, berichtet Kronsteiner.

Inzwischen steigt die Zahl leider wieder. Allerdings ist nun nicht mehr die Geschwindigkeit die Unfallursache Nummer eins. „Allgemein stellen wir ein Aufmerksamkeitsproblem fest“, erklärt der Polizeibeamte. Der Verdacht liegt natürlich nahe, dass es oft Handys sind, die für die tödliche Unaufmerksamkeit der Lenker sorgen. „Im Nachhinein lässt sich das aber schwer beweisen“, sagt Kronsteiner.

Rechnet man die Toten bei Unfällen auf der Autobahn dazu, dann rangiert der Bezirk Amstetten (laut Daten des Verkehrsclubs Österreich) mit 40 Toten in den letzten fünf Jahren übrigens auf dem traurigen Platz vier in NÖ. Mehr Tote gab es nur in den Bezirken Baden, Gänserndorf und Neunkirchen.

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