Stiftungsrat bestätigt

Erstellt am 04. September 2012 | 00:00
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WEICHEN GESTELLT / Nach dem Urteil des Oberlandesgerichts Wien soll in der Lisec-Privatstiftung nun Ruhe einkehren.
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VON HANNES HIRTENLEHNER

HAUSMENING/SEITENSTETTEN / Eine wichtige Entscheidung fiel kürzlich rund um die Lisec-Privatstiftung! Wie die NÖN berichteten geriet diese ja im Vorjahr in arge Turbulenzen. Kinder des Unternehmens erwirkten Ende 2011 beim Landesgericht St. Pölten die Absetzung des bisherigen Stiftungsvorstandes. Dieses nominierte vier neue Stiftungsräte. Noch vor Zustellung des Urteils waren aber zwei der alten Vorstandsmitglieder zurückgetreten und für sie Nachfolger bestimmt worden: Der Amstettner Rechtsanwalt Dr. Martin Brandstetter und der St. Valentiner Steuerberater Johann Traunsteiner. Zudem beriefen die beiden verbleibenden Stiftungsmitglieder gegen den Entscheid des Gerichts. Somit gab es statt vier plötzlich sechs oder acht Stiftungsvorstände - je nach Rechtsmeinung.

Im August erging nun allerdings ein Urteil des Oberlandesgerichts, das die Karten neu verteilt (auch wenn das Verfahren offenbar noch nicht völlig abgeschlossen ist). Vorsitzender im Stiftungsrat ist nun der Wiener Steuerberater Dr. Thomas Keppert. Brandstetter und Traunsteiner schieden freiwillig aus. „Nach dem Urteil haben Johann Traunsteiner und ich im Sinne der Stiftung und der Unternehmensgruppe unseren Rücktritt erklärt, damit Ruhe einkehren kann. Ich gehe davon aus, dass der Vorstand die Arbeit der letzten sieben Monate konstruktiv fortsetzen wird“, erklärt Brandstetter.

Keppert: „Innovationskraft  soll weiter gefördert werden“

 

Brandstetter weist darauf hin, dass die Stiftung hinsichtlich der erfolgreichen Ausrichtung des Unternehmens nur eine untergeordnete Rolle spiele. Die Stiftung habe zwar als „eigentümerlose Rechtsperson“ die gleichen Rechte wie ein Eigentümer: „Aber die Stiftung hat sich nicht ins Tagesgeschäft einzumischen, es geht vielmehr um grundsätzliche Ausrichtungen und Strategien.“ Das betonte auch der neue Vorsitzende Dr. Keppert: „Wir werden alles tun, damit das Wohl des Unternehmens gewahrt bleibt und sich dieses zu neuen Höhen emporschwingt. Dabei wird es unter anderem darum gehen, die Innovationskraft der Firma Lisec weiterhin zu fördern.“ Der ehemalige Stiftungsvorstand - und Bezirkshauptmann - Dr. Heinz Lenze hat einen Schlussstrich gezogen: „Ich bin im Dezember 2011 zurückgetreten, weil ich mich nicht mehr mit ungerechtfertigten Vorwürfen konfrontiert sehen wollte“, betont Lenze: „Ich habe 17 Jahre mit meinen Vorstandskollegen in der Stiftung gearbeitet. Dabei war es immer oberstes Gebot, Arbeitsplätze zu erhalten. Und im Vorjahr konnte trotz der Wirtschaftskrise im Zusammenwirken mit dem gesamten Unternehmen ein sehr gutes Ergebnis erzielt werden. Das wünsche ich der Firma auch in Zukunft.“

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