Amstettner Unternehmen beteiligt: Spektakuläre Brücke erspart Zeit

Erstellt am 03. August 2022 | 04:32
Lesezeit: 3 Min
440_0008_8431819_ams31_peljesac_bruecke_c_apaafpelvis_ba.jpg
Die 2.404 Meter lange und 22,5 Meter breite Pelješac-Brückedie die Pelješac-Halbinsel mit de m Festland verbindet, wurde kürzlich eröffnet. Beim Bau kam auch selbstkletternde Schalung der Firma Doka aus Amstetten zum Einsatz.
Foto: Foto-/Videocredit: APA/AFP/ELVIS BARUKCIC
Mit Gesamtkosten von 420 Millionen Euro wurde die Pelješac-Brücke in Süddalmatien mit Hilfe von Doka errichtet.
Werbung
Anzeige

Es ist eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte der vergangenen Jahre: Kroatien hat am 26. Juli 2022 nach knapp zehn Jahren Bauzeit (mit Unterbrechungen) die Pelješac-Brücke eröffnet, die erstmals den Norden und Süden des Landes verbindet. Damit entfallen für Reisende nach Dubrovnik die zeitraubenden Grenzkontrollen bei der Durchquerung des bosnisch-herzegowinischen Staatsgebietes.

Die Brücke verbindet die Halbinsel Pelješac mit dem Festland. Sie umgeht dabei einen Streifen bosnisches Gebiet, das zwischen der kroatischen Küste weiter nördlich und dem südlichen Teil einschließlich Dubrovnik liegt. Da Bosnien-Herzegowina nicht Teil der EU ist, mussten Pendler und Touristen bisher an den Grenzübergängen teilweise lange warten.

Die Zeitersparnis wird laut ÖAMTC auf rund zwei Stunden geschätzt. Gebaut wurde die Brücke mit Unterstützung aus Niederösterreich: Der international tätige Amstettner Schalungs- und Gerüstspezialist Doka war am Entstehen dieses herausragenden Bauwerks „fundamental“ beteiligt.

Die Gesamtlänge der Pelješac-Brücke beträgt 2,4 Kilometer mit einer maximalen Spannweite von 285 Metern. Der Überbau ist als Schrägseilbrücke konzipiert und mit den Pylonen durch zehn gespannte Seile verbunden. Der höchste Pylon ist dabei 98 Meter hoch. Sie zählt zu den anspruchsvollsten Brücken der Welt, sowohl was die technische Komplexität der Konstruktion als auch die Komplexität des Entwurfs betrifft. Für die Herstellung von Pfeilern und Pylonen lieferte Doka eine selbstkletternde Schalung, die die hohen Ansprüche an Effizienz und Sicherheit erfüllte. Denn die Brücke befindet sich in einem Gebiet mit extrem hoher seismischer Aktivität und ist starken Nord- und Südwinden ausgesetzt. Ein weiteres Highlight: Auch über den Zuschlag für die Schalungsarbeiten an den Zufahrtsstraßen der Pelješac-Brücke durfte sich Doka freuen.

Neben der Errichtung von spektakulären Bauprojekten lässt Doka aber auch auf anderen Gebieten aufhorchen. Das Tochterunternehmen der Umdasch Group übernimmt die Mehrheit an dem führenden amerikanischen Gerüsthersteller AT-PAC. Bereits Ende 2020 initiierten die beiden Unternehmen eine Zusammenarbeit und stärken seitdem ihre Präsenz. Mit der Mehrheitsbeteiligung positioniert sich Doka nun als Komplettanbieter für alle Themen rund um Schalung und Gerüst für die globale Bauwirtschaft und für Kunden aus der Industrie. Die Mehrheitsbeteiligung ermöglicht es Doka, via AT-PAC völlig neue Kundensegmente im Industriebereich zu adressieren, in welchem der internationale Gerüsthersteller bereits umfassende Erfahrung mitbringt.

Werbung