Ferschnitz: Trauer und Wut über getöteten Hund "Bari". Tier von Hannes Hülmbauer war knapp zwei Wochen vermisst und wurde erschossen am Hof aufgefunden.

Von Peter Führer. Erstellt am 21. Juli 2021 (05:07)
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Der Hund „Bari“ von Hannes Hülmbauer wurde erschossen am Hof des Landwirtes aufgefunden.
privat, privat

Große Wut herrscht in Ferschnitz, nachdem Hund „Bari“ erschossen aufgefunden wurde. Das Tier von Hannes Hülmbauer war seit 27. Juni vermisst. „Wir haben gesucht und andere Leute angesprochen, ob sie etwas über unseren Hund wissen. Aber keiner hat eine Ahnung gehabt, wo er hingekommen sein könnte. Auch bei der Polizei oder den Tierheimen gab es keine Spur“, erklärt der Ferschnitzer.

Kadaver in Siloplane am Hof entdeckt

Knapp zwei Wochen später, am 6. Juni, fand Hülmbauer den Berner Sennenhund-Hirtenhund-Mischling. Und zwar am eigenen Hof, erschossen und in eine Silofahne eingewickelt. Die Verwesung hat da bereits eingesetzt. „Es war ein grauslicher Fund, es hat unglaublich stark gestunken“, berichtet Hülmbauer.

Vom Täter gibt es bis heute keine Spur. Dass das Tier ausgerechnet am eigenen Hof verbracht wurde, vergrößert den Schmerz der Familie noch. „Das macht es noch schlimmer. Man weiß ja nicht, was dem Täter noch einfällt“, sagt Hannes Hülmbauer.

Zeugen berichteten später, dass sie am 27. Juni, dem Tag der Erstkommunion in Ferschnitz zwischen Kring, wo sich der Hof befindet, und Oberleiten, einen Schuss hörten.

„Als wir nach Hause gekommen sind, war unser Hund wie vom Erdboden verschluckt“ Hannes Hülmbauer

Zu diesem Zeitpunkt war Hülmbauer bei den Feierlichkeiten. „Als wir nach Hause gekommen sind, war unser Hund wie vom Erdboden verschluckt“, erinnert sich der Landwirt zurück. Hülmbauer vermutet, dass der Täter einen Zeitpunkt abgepasst hat, an dem er sicher sein konnte, dass die Familie nicht daheim ist.

Warum es zur Tat kam, kann Hülmbauer nicht verstehen. „Der Hund hat nicht gewildert, war verspielt, lieb und treu. Wir vermuten einen Racheakt, wissen aber nicht mehr. Vielleicht drückt den Täter doch noch das Gewissen“, hofft Hülmbauer.

Zugleich bittet er um Hinweise. Sollte jemand etwas von der Tat mitbekommen haben, kann dies bei der Polizeiinspektion St. Georgen/Y. gemeldet werden. Dort wurde der Vorfall vom Ferschnitzer gemeldet.