50 Jahre Großgemeinde: "Von Amstettnern für Amstettner"

Erstellt am 25. Februar 2022 | 11:55
Lesezeit: 4 Min
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Ortsvorsteher Manuel Scherscher, Kulturstadtrat Stefan Jandl, Bürgermeister Christian Haberhauer, Ortsvorsteher Andreas Gruber und Ortsvorsteher Anton Geister blicken den Feierlichkeiten gespannt entgegen.
Foto: Führer
Mit mehreren Veranstaltungen feiert die Großgemeinde Amstetten ihren 50. Geburtstag. Nun präsentierten die Stadtvertreter die Termine für die Festivitäten.
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Im Jahr 1972 kam es zum Zusammenschluss der selbstständigen Orte Amstetten, Ulmerfeld-Hausmening, Mauer und Preinsbach. Heuer feiert die Großgemeinde daher den 50. Geburtstag – und zwar mit mehreren Veranstaltungen in den Ortsteilen und im Zentrum. Diese wurden heute im Rahmen einer Pressekonferenz präsentiert.

Doch zunächst blickte Bürgermeister Christian Haberhauer auf die Erfolgsgeschichte der Stadt zurück. Der Grundstein dafür wurde Mitte des 19. Jahrhunderts gelegt, als unter Bürgermeister Carl Kroiss die Eisenbahn nach Amstetten gebracht werden konnte. „Ein großer Visionär war auch Bürgermeister Johann Pölz. Er hat die Stadt geprägt, etwa durch den Bau der Johann-Pölz-Halle, und viele Weichen in eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Unter seiner Führung kam es 1972 auch zum Zusammenschluss zur Großgemeinde“, betonte Haberhauer.

Rückschau und Blick in die Zukunft

Heute können man auf die Wirtschaftsleistung stolz sein. Man habe eines der größten Medianeinkommen in Niederösterreich, die Gründung der Wirtschaftstraum Amstetten GmbH mit den insgesamt 14 Gemeinden war zum Beispiel ein weiterer Meilenstein. „Wir können stolz sein und dieses Jubiläum wollen wir gemeinsam feiern. Dabei sind alle Vereine eingeladen, mitzumachen“, sagte Haberhauer. Es gehe dabei nicht nur um eine Rückschau, sondern vor allem um den Blick in die Zukunft.

Wie Kulturstadtrat Stefan Jandl erklärte, gibt es in den Ortsteilen Arbeitsgruppen, die sich um die Organisation der Veranstaltungen kümmern. Gestartet wird am Sonntag, 22. Mai, mit der Auftaktveranstaltung in der Eishalle. Am Sonntag, 5. Juni, steht das Jubiläumsfest auf dem Gelände der Freiwilligen Feuerwehr Edla-Boxhofen auf dem Programm. Am Samstag, 2. Juli, folgt das Dorffest in Greinsfurth, am Sonntag, 24. Juli das Jubiläumsfest am Marktplatz Ulmerfeld. Ein Dorffest wird auch am Samstag 3. September über die Bühne gehen, ehe der Abschluss beim Spatenstich für den neuen Amstettner Hauptplatz erfolgt. Hier wird der genaue Termin noch bekanntgegeben.

„Es soll ein Jubiläumsjahr von den Amstettnern für die Amstettner werden. Vor allem für alle Generationen. Es wird nicht nur gefeiert, sondern auch eine historische Aufarbeitung geben. Ein Film soll dafür die Geschichte dokumentieren und die derzeitige Situation porträtieren. Außerdem planen wir, die Topotheken auszubauen und den historischen Fotoschatz zu sichern“, verriet Jandl. 250.000 Euro nimmt die Stadt für die Feierlichkeiten in die Hand.

Wie Anton Geister, Ortsvorsteher von Ulmerfeld-Hausmening betonte, wurde 1972 mit dem Zusammenschluss ein neues Kapitel aufgeschlagen. 1973 wurden Freibad, Stadion und Minigolfanlage eröffnet, 50 Jahre später gibt es mit der Wirkstatt ein neues Zentrum für Vereine und Veranstaltungen.

Manuel Scherscher, Ortsvorsteher in Mauer-Greinsfurth berichtet vom starken Wachstum im Ortsteil. Dieser verbinde dörfliches Leben mit der Nähe zu den Annehmlichkeiten einer Stadt. „Für die Feste sollen die Vereine der Motor sein. Sie sind generell der Motor des sozialen Zusammenlebens bieten auch wichtige Haltepunkte. Durch Vereine wird man verwurzelt und bleibt es auch“, ist er überzeugt.

Andreas Gruber, Preinsbachs Ortsvorsteher, schilderte, dass es vor 50 Jahren im östlichen Teil Bestrebungen gab, sich Viehdorf anzuschließen. Im westlichen Teil orientierten sich einige an Zeillern. „Das war nicht einfach, es hat unterschiedliche Zugänge gegeben. Im Nachhinein ist es jetzt natürlich leicht zu sagen, dass es die richtige Entscheidung war“, sagt er. Das am 5. Juni geplante, familiäre Fest wird übrigens gemeinsam von den Feuerwehren Edla-Boxhofen und Preinsbach ausgerichtet, mit Unterstützung der Jägerschaft und der Jagdhornbläser.

Die große Rolle, die die Ortsteile spielen, betonte auch Bürgermeister Christian Haberhauer. „Wir entwickeln uns hier ständig weiter und setzen wichtige Projekte um. In Preinsbach ist Andreas Gruber gerade dabei, eine Dorferneuerung zu gründen. In der Wirkstatt in Ulmerfeld-Hausmening ist es gelungen, neun Vereine zu verankern. In Mauer gibt es das große Impulsprojekt mit dem Landesklinikum. In Amstetten wird es mit dem Spatenstich zum Beispiel den nächsten Schritt für die Hauptplatzgestaltung geben. Das Quartier A spielt ebenfalls eine große Rolle, wie auch die Amstettner Veranstaltungsbetriebe“, erläuterte Haberhauer.

Er habe den Anspruch, dass die Amstettner sagen können, dass man stolz auf die Stadt sein kann. Dafür setze man immer wieder neue Akzente.

Für die Feierlichkeiten sei außerdem entscheidend, dass sowohl die Bevölkerung als auch die Gastronomie und die Vereine profitieren können. "Es sind alle eingeladen, bei diesen tollen Veranstaltungen mitzufeiern", unterstreicht Haberhauer. 

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