Einsparungen beim Gesundheitszentrum in Mauer

Erstellt am 20. Juli 2022 | 06:00
Lesezeit: 2 Min
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Der alte Gartenpavillon mit dem denkmalgeschützten Eingang sollte eigentlich zu einem kleinen Begegnungs- und Veranstaltungszentrum werden. Dieses Vorhaben wurde aufgrund der hohen Kosten vorerst auf Eis gelegt.
Foto: Vogl
Die Angebotspreise übersteigen die kalkulierten Kosten. Daher wird zum Beispiel die geplante Holzfassade nicht verwirklicht.
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Die Angebotseröffnung für das geplante neue Gesundheitszentrum in Mauer samt Wohnanlage mit 55 Wohnungen hat die ursprünglichen Pläne durcheinandergewirbelt.

„Die Teuerung schlägt natürlich auch bei diesem Projekt zu und daher müssen wir bei der Gestaltung leider Abstriche machen“, sagt Ortsvorsteher Manuel Scherscher. Dem Rotstift zum Opfer gefallen ist zum Beispiel die geplante Holzfassade des Primärversorgungszen trums. Stattdessen wird der Bau eine kostengünstigere Reibputzfassade erhalten. Auch das geplante kleine Treff- und Veranstaltungszen trum im Gartenpavillon wird vorerst nicht realisiert. Allein dafür wären nämlich Kosten von 800.000 Euro aufgelaufen. „Das ist derzeit nicht finanzierbar. Wir müssen einfach darauf schauen, dass die Pacht für die Ärzte im Primärversorgungszentrum und die Miete für die Wohnungen leistbar bleiben“, sagt Scherscher.

„Wir müssen einfach darauf schauen, dass die Pacht für die Ärzte im Primärversorgungszentrum und die Miete für die Wohnungen leistbar bleiben“
Manuel Scherscher

Es sei jetzt wichtig, sich auf die wesentlichen Bauteile zu konzentrieren, alles andere könne später eventuell nachgeholt werden, sollten die Baukosten wieder sinken. „Daher haben wir auch die ursprünglich vorgesehene Gartengestaltung – es wäre da eigentlich ein kleines Schönbrunn geplant gewesen – deutlich abgespeckt“, betont der Ortsvorsteher. Die Auftragsvergabe soll demnächst erfolgen, der Baubeginn ist für Ende September, Anfang Oktober vorgesehen. Die Stadt wird das Gesundheitszentrum von der Gedesag pachten und dann an Ärzte weitervermieten. Über die genaue Höhe des Kostenrahmens für das Projekt hüllen sich Stadt und Gedesag übrigens in Schweigen, aber bei so einem großen Vorhaben geht es wohl um etliche Millionen.

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