Holly als Erfolgsrezept auf vier Pfoten. Therapiehündin Holly bereichert das Leben im Pflege- und Betreuungszentrum Mauer.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 16. Mai 2021 (05:21)
Sozialpädagoge Daniel Marchard und Hündin Holly, die die Herzen der Bewohner und Patienten sowohl des PBZs als auch des Klinikums Mauer und auch der Mitarbeiter erobert hat.
Schuller, Schuller

Einmal in der Woche bekommen die Bewohner des Pflege- und Betreuungszentrums in Mauer tierischen Besuch. Der kleine Spitzmischling Holly und sein Herrchen, der Sozialpädagoge Daniel Marchard, bringen Abwechslung in den Alltag im Haus 42.

Streicheleinheiten gibt's im Überfluss

„Der Einsatz von Therapietieren hat nachweislich positive Auswirkungen auf den Heilungsprozess bei körperlichen oder psychischen Beeinträchtigungen. So werden die Motorik und die Wahrnehmungsfähigkeit durch das Streicheln, Füttern oder Spazierengehen mit dem Tier gefördert“, sagt der Sozialpädagoge.

Streicheleinheiten bekommt die Hundedame an diesem Tag im Überfluss, daher gibt es auch einen Rückzugsraum, wo sie sich ausrasten kann.

Holly hat einen besonderen Zugang zu den Bewohnern und erspürt deren Tagesverfassung. „Sie nimmt die Leute, wie sie sind, und schenkt ihnen Zuneigung. Durch den Hund komme auch ich viel schneller mit den Bewohnern ins Gespräch“, berichtet Hundebesitzer Daniel Marchard.

Holly schenkt Hoffnung, Trost und Perspektive

Ob bei langen Spaziergängen in der wunderschönen Parkanlage, beim Ballspielen, beim Füttern oder beim Fellbürsten – jeder Bewohner kümmert sich auf seine mögliche Art und Weise um den Hund. „Und Holly schenkt auf ihre Art Trost, Hoffnung und manchmal auch Perspektive“, sagt Anton Gorjanac, Pflegemanager im Haus.

Auch Direktorin Renate Lokway begrüßt die Abwechslung, die die Hündin ins Haus bringt. „Es ist schön, zu beobachten, wie manche Bewohner regelrecht aufblühen. Wir sind froh, dass wir Holly im Team haben“, sagt sie augenzwinkernd.

Holly ist aber auch einmal in der Woche im Landesklinikum Mauer im Bereich der Akutpsychiatrie im Einsatz.

Daniels Gattin, Ergotherapeutin Anna Marchard – hat ebenfalls die Ausbildung zur tiergestützten Therapeutin und Holly ist Teil des Therapieprozesses.

„Im Umgang mit ihr können die Handlungskompetenz, die Konzentrationsfähigkeit, die Motivationsfähigkeit, die Sozialkompetenzen und die Wahrnehmung geschult werden. Ein Beispiel: Damit ein Hund Kommandos annimmt, ist ein sicheres Auftreten Voraussetzung. So müssen die Körperhaltung und die Art und Weise, wie das Kommando gegeben wird, passen. Holly gibt sofort Rückmeldung, wenn dem nicht so ist“, sagt Marchard.

Um die Geschicklichkeit zu trainieren, werden zum Beispiel mit den Patienten im Rahmen der Ergotherapie Leckerlis für die Hundedame hergestellt. Und Holly gibt bei der Verkostung sofort Feedback.