Top-Preis für Top-Most

Erstellt am 09. April 2013 | 00:00
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Foto: NOEN
Neues Produkt / Mostbarone bieten besonderen Birnen-Cuvée an: Most „M3“ soll gehobene Gastronomie und Feinkostläden erobern.
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Von Hermann Knapp

AMSTETTEN / Der Frühling lässt auf sich warten - der Most ist dennoch im Bezirk in vieler Munde. Es ist der „M3“, der für Aufsehen und Diskussionen unter den heimischen Produzenten sorgt. Hans Hiebl aus Krottendorf bei Haag, Michael Oberaigner-Binder vom Mostheurigen „Steinerne Birne“ in St. Johann und Bernhard „Sepplbauer“ Datzberger aus Amstetten haben sich zusammengetan. Alle drei gehören zu den besten Mostproduzenten Österreichs und haben unzählige goldene Birnen in ihren Regalen stehen. „Der M3 ist ein Cuvée zusammengemischt aus den Sorten Speckbirne, grüne Pichlbirne und Stieglbirne. Wir haben es uns nicht leicht gemacht, denn wir wollten, dass die Handschrift jedes Einzelnen aus dem Most herauszuschmecken ist. Es hat lange gedauert, aber es ist uns gelungen“, sagt Datzberger.

Der M3 soll vor allem ein Angebot an die gehobene Gastronomie und an den Feinkosthandel sein. Entsprechend ist auch sein Preis. Mit 9,90 Euro für die Flasche stößt der Most in eine neue Dimension vor. Bislang waren die Topqualitäten um drei bis vier Euro zu erhalten.

Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt für die Mostproduzenten aber ohnehin schon längst nicht mehr. „Denn die Qualität ist stark gestiegen und damit auch die Kosten für die Produktion - der Preis ist aber gleich geblieben“, sind sich die Mostbarone einig. Das müsse sich ändern.

Topqualitäten künftig um fünf bis sechs Euro 

„Den Schankmost wird es auch künftig um 1,5, bis zwei Euro geben, Topqualitäten werden sich aber bei fünf bis sechs Euro einpendeln. Und besondere Schmankerln werden dann eben neun oder zehn Euro kosten“, sagt Datzberger. Beim Wein gäbe es ja auch eine große Preispalette.

Apropos Wein: Noch vor dem Sommer könnte der Most gesetzlich dem Wein gleichgestellt werden. Wie beim DAC-System sollen dann Moste einer Prüfung unterzogen und mit Prüfnummern ausgestattet werden.

Der M3 wird schon in den nächsten Wochen von sich reden machen. Am 14. April wird er beim „Salon des Mostes“ auf der Schallaburg präsentiert. Dort stellen 25 Mostproduzenten aus Österreich und Deutschland ihre Produkte vor.

Eine große „M3-Gala“ wird es eine Woche später auch bei Meinl am Graben in Wien geben. Ein Massenprodukt soll der neue Most nie werden - dafür sorgt neben dem Preis auch die produzierte Menge: nur 999 Flaschen wurden gefüllt. „Der M3 ist angesagt, wenn es etwas zum Feiern gibt oder auch als Geschenk“, sagt Hans Hiebl.

Moststraßenobfrau Michaela Hinterholzer ist von der Initiative der drei Mostbarone begeistert: „Das ist ein wichtiger Schritt um den Most national, aber auch international noch bekannter zu machen.“

Die Moststraße selbst rüstet natürlich bereits für den Mostfrühling. Zahlreiche Veranstaltungen sollen wieder Tausende Besucher in die Region locken. Höhepunkt ist der Tag des Mostes am Sonntag, 28. April.

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