Amstettner am Traunstein tödlich verunglückt. Von einer Tour am Traunstein ist ein 34-jähriger Bergsteiger, der laut Bergrettung aus Amstetten stammt, am Donnerstag nicht zurückgekehrt. Noch in der Nacht lief eine intensive Suchaktion an, die am frühen Freitagnachmittag die traurige Gewissheit brachte: Der Mann ist abgestürzt.

Von Red. Amstetten. Update am 28. August 2020 (20:15)
Bergrettung Symbolbild
privat

Der 34-Jährige machte sich am Donnerstag gegen sechs Uhr mit dem Auto nach Gmunden auf, um dort über den Hernlersteig auf den 1691 Meter hohen Gipfel des Traunsteins zu steigen. Retour wollte er über den Naturfreundesteig gehen. Es war nicht seine erste Besteigung des Traunsteins.

Weil der Mann am Abend nicht nach Hause kam, alarmierten die besorgten Eltern schließlich die Bergrettung.

Eine Suchaktion unter Beteiligung der Bergrettung Gmunden, eines Polizeihubschraubers mit einer Wärmebildkamera und drei Beamten der Alpinpolizei Gmunden wurde eingeleitet. Vier Gruppen der Bergrettung suchten noch in der Nacht alle markierten Steige bis zum Gipfel ab. Die Aktion wurde gegen 1 Uhr vorerst ergebnislos unterbrochen. Der Vater und der Bruder des Vermissten waren nach Gmunden gefahren und hatten dessen geparkten Wagen in der Traunsteinstraße entdeckt.

Um 7 Uhr früh wurde die Suche am Freitag erneut gestartet. Es beteiligten sich daran etwa 30 Mitglieder der Bergrettung Gmunden, Polizeihubschrauber aus Oberösterreich und Salzburg, ein Tankfahrzeug des Waldbrandstützpunktes der Freiwilligen Feuerwehr Scharnstein sowie drei Beamte der Alpinpolizei Gmunden. Erneut wurden sämtliche Steige und auch unmarkierte Wege sowohl aus der Luft als auch bodengebunden abgesucht.

Gegen 13.30 Uhr konnte der Abgängige durch die Besatzung eines Polizeihubschraubers nach vorangegangener Handyortung auf einer Seehöhe von etwa 900 Metern, etwa 50 Meter unterhalb des Wegverlaufes des Naturfreundesteiges, im unwegsamen und felsdurchsetzten Gelände lokalisiert werden. Er dürfte beim auf einem Quergang unter der dortigen Leiter des Steiges ausgerutscht und in der Folge etwa 40 bis 50 Meter über sehr steiles und felsdurchsetzes Gelände abgestürzt sein. Der Unfall dürfte sich schon am Donnerstag in den Mittagsstunden ereignet haben. Der Mann dürfte auf der Stelle tot gewesen sein.