Erstellt am 24. August 2015, 10:15

von APA Red

Transporter mit Flüchtlingen verunglückt. Auf der Westautobahn (A1) bei Amstetten ist Freitagfrüh ein mit Flüchtlingen besetzter Transporter verunglückt.

Auf der Westautobahn (A1) bei Amstetten ist am Freitag, 21. August 2015, ein mit Flüchtlingen besetzter Transporter verunglückt. Im Bild: Die Unfallstelle.   |  APA/Fotokerschi.at/Feuerwehr St. Georgen am Ybbsfelde, APA/Fotokerschi.at/Feuerwehr St. Georgen am Ybbsfelde
24 Menschen (Rotes Kreuz und Polizei sprachen zunächst von zehn, korrigierten die Zahl dann nach oben) wurden verletzt, drei davon schwer. Das berichtete Polizeisprecher Johann Baumschlager. Der Schlepper ergriff die Flucht, eine Fahndung nach dem Mann verlief negativ.

Großaufgebot an Rettungskräften rückte aus

Der Mercedes Sprinter mit spanischem Kennzeichen war laut Baumschlager gegen 6.35 Uhr zwischen Amstetten-Ost und -West auf der Richtungsfahrbahn Salzburg in die Mittelleitschiene gekracht und umgestürzt.

Als mutmaßliche Unfallursache gilt ein Reifenplatzer. In dem Fahrzeug waren mindestens 32 Menschen transportiert worden.



Ein Großaufgebot an Rettungskräften rückte aus, die Autobahn wurde vorübergehend gesperrt. Neben dem Notarzthubschrauber "Christophorus 15" war das Rote Kreuz laut einer Aussendung "mit drei Notarztmitteln (Notarztwagen, ÖAMTC Notarzthubschrauber sowie Notarzteinsatzfahrzeug), sieben Rettungsfahrzeugen sowie Kommando- und Transportfahrzeugen aus Melk, Ybbs, Scheibbs und Amstetten vor Ort".

„Insgesamt 22 Verletzte mussten nach dem Unfall in den Morgenstunden von uns versorgt werden“, erklärte RK-Bezirkskommandant Wolfgang Frühwirt. Die Verletzten wurden in die Landeskliniken St. Pölten, Scheibbs und Amstetten transportiert.

Neben den verletzten Personen galt es laut Aussendung aber auch weitere zwölf Flüchtlinge zu betreuen, die ebenfalls mit dem Fahrzeug unterwegs waren. „Die unverletzten Menschen wurden vorübergehend auf die Rotkreuz-Bezirksstelle Amstetten gebracht und dort betreut“, berichtete Frühwirt.

Diensthunde und Streifen fahndeten nach Schlepper

Ersthelfer am Unfallort berichteten, dass Menschen auf der Fahrbahn der A1 umhergelaufen seien. Andere seien auf dem Pannenstreifen gestanden. Nachfolgende Kraftfahrer hätten laut Einsatzkräften zum Glück rechtzeitig gestoppt und so mögliche weitere Unfälle verhindert.

Nach dem Mann, der den Transporter gelenkt und nach dem Crash die Flucht ergriffen hatte, lief eine Fahndung, die in den Vormittagsstunden erfolglos abgebrochen wurde.

Mehrere Streifen waren ebenso eingebunden wie Diensthunde, teilte der Sprecher mit. Laut Baumschlager war auch ein Hubschrauber mit Wärmebildkamera im Einsatz.

Das Gebiet um den Unfallort wurde intensiv abgesucht. Baumschlager zufolge war nicht auszuschließen, dass auch Flüchtlinge davongelaufen waren, die möglicherweise verletzt sind.

RK betreute unverletzte, aber geschockte Flüchtlinge

Zwei Fahrspuren wurden gesperrt. Während der Landung des Notarzthubschraubers gab es eine vorübergehende Totalsperre der Richtungsfahrbahn Salzburg. Ein kilometerlanger Stau war die Folge.

Die unverletzten Flüchtlinge wurden vom Roten Kreuz betreut. Sie waren geschockt.

Der umgestürzte Mercedes Sprinter wurde von der Feuerwehr mit einem Kran aufgestellt und geborgen. Im Einsatz standen die FF St. Georgen am Ybbsfelde und Krahof.