Damit Wasser künftig in Amstetten nicht knapp wird. Bezirk ist gut aufgestellt, es gibt aber noch Potenziale. Zusammenschlüsse der Netze als wichtige Maßnahme.

Von Peter Führer. Erstellt am 09. Juni 2021 (05:09)
Mit den Studienergebnissen gibt es nun Handlungsfelder für die kommenden Jahre“, erklärt gda-Obmann Anton Kasser (rechts). Wolfgang Voglauer (IKW) betont die Vorteile von gemeindeübergreifenden Zusammenschlüssen der Wassernetze. 
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Wie sicher ist die regionale Trinkwasserversorgung für die nächsten Jahrzehnte? Dieser Frage ging man mit einer Studie, die im Rahmen des „KLAR!“-Bundesförderprogrammes durchgeführt wurde, nach. „Wir haben uns angesehen, wie der Bedarf derzeit gedeckt wird und wo es in den kommenden Jahren Maßnahmen braucht. Es ist wichtig, dass das Thema Trinkwasserversorgung in den Köpfen drinnen ist, damit man nicht in zwanzig Jahren dann in der einen oder anderen Gemeinde Probleme bekommt“, erklärt gda-Obmann Anton Kasser auf.

Große Wasserreserven in Amstetten vorhanden

Durchgeführt wurde die Studie für die Region Mostviertel von IKW rund um Geschäftsführer Wolfgang Voglauer. Dabei beleuchtete die Ingenieurkanzlei, inwiefern die vorhandenen Brunnen, Hochbehälter, Wassernetze und gemeindeübergreifenden Transportleitungen ausgebaut werden müssen.

„Die große Erkenntnis ist, dass wir in der Region sehr gut aufgestellt sind. Vor allem in der Stadt Amstetten und in der Stadt Waidhofen gibt es noch große Reserven. Diese versorgen ja bereits einige Nachbargemeinden mit. Amstetten zum Beispiel Viehdorf, Oed-Oehling oder Winklarn. In Amstetten gibt es bei einem Verbrauch von etwa 150 Liter/Sekunde noch ungenutzte Trinkwasserreserven im Ausmaß von über 100 Litern pro Sekunde. Dennoch gibt es in der Region noch Potenziale“, fasst Voglauer die Ergebnisse zusammen. Entscheidend sei, die bestehenden Wassernetze zwischen den Gemeinden zu verknüpfen und zusammenzuschließen.

Im Rahmen des „KLAR!“-Programmes sollen auch Maßnahmen wie Beschattung, grüne Inseln in Zentren oder Bewusstseinsbildung oder die Erhöhung von Biodiversität durchgeführt. So gibt es nun in den Gemeinden die Möglichkeit, einen von gda und Land Niederösterreich geförderten Trinkwasser-Brunnen aufzustellen.