Markus Rammel hatte „alle Schutzengel, die es nur gibt“

Erstellt am 08. Dezember 2021 | 05:59
Lesezeit: 2 Min
Markus Rammel
Markus Rammel blieb bei dem Lawinenunglück in Tweng unverletzt, verlor mit Rene Hofer aber einen Trainingskollegen.
 
Foto: Kovacs
Motocrosser Markus Rammel entkam Lawinenunglück, das drei Tote forderte.
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Fast 600 Meter breit, 200 Meter lang und bis zu fünf Meter hoch war das Schneebrett auf der Lackenspitze bei Tweng im Lungau, das am vergangenen Samstag drei junge Männer in den Tod riss. Unter ihnen befand sich auch der 19-jährige Motocross-WM-Fahrer Rene Hofer aus Oberösterreich. Trainingskollege Markus Rammel entkam dem Lawinenunglück wie durch ein Wunder unverletzt.

„Markus hatte alle Schutzengel, die es nur gibt“ Vater Manfred Rammel

Der Schock sitzt in der Familie des 22-jährigen Seitenstettners aber trotzdem noch tief. „Markus hatte alle Schutzengel, die es nur gibt“, erklärt Vater Manfred Rammel. Hofer hatte die elfköpfige Tourengeher-Gruppe angeführt, Rammel folgte mit Sicherheitsabstand als Zweiter. Weil Wind aufkam, entschloss sich der Seitenstettner, eine Jacke anzuziehen, und ließ deshalb die anderen Tourengeher vorbei. Das rettete ihm das Leben, denn plötzlich machte es einen lauten Kracher und es folgte eine riesige Staubwolke. Instinktiv stellte sich Rammel hinter einen nahen Felsen und wurde deshalb im Gegensatz zum Rest der Gruppe nicht von der Lawine verschüttet.

Da alle Tourengeher gut ausgerüstet waren und ein Lawinenpiepser anschlug, begann Rammel an dieser Stelle zu graben. Parallel dazu kamen bereits vier Hubschrauber und ein umfangreicher Rettungseinsatz wurde in Gang gesetzt. Rammel blieb bei dem Unglück unverletzt, verbrachte die Nacht auf Sonntag aber sicherheitshalber im Spital.

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