Stadtsafari zeigte Raum für Innovationen in Amstetten. Projektentwickler Günther Sterlike nahm die Teilnehmer mit auf eine Zeitreise Richtung Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Quartiers A und der Remise.

Von Peter Führer. Erstellt am 19. August 2020 (05:31)

Die Stadt aus neuen, ungewohnten Perspektiven betrachten zu können: Das ist das Ziel der „Stadtsafaris“ der Stadterneuerung. Am Samstag stand „ÜBERirdisch“ auf dem Programm. Dabei führte Projektentwickler Günther Sterlike die Teilnehmer auf eine spannende Reise durch das Quartier A sowie die Remise.

„Bahnhofsknoten hat einst für richtigen Boost gesorgt“

Sterlike erklärte, wie es die Industrielle Revolution und der Ausbau des Eisenbahnnetzes waren, die zu einem massiven Aufschwung für Amstetten führten. „Entscheidend dabei war, dass die gesamte Region gemeinsam daran gearbeitet hat, dass die Bahnlinie so verläuft, wie sie jetzt verläuft, und in Amstetten auch ein Bahnhofsknoten entsteht. Das hat für einen richtigen Boost gesorgt“, betonte Sterlike.

Ab Mitte des 19. Jahrhunderts nahm die Bedeutung der Eisenbahnen stets zu, wenngleich eine Zugfahrt nach Wien zunächst noch 5,5 Stunden dauerte. Nach umfangreichen Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg stieg das Transportaufkommen bis zur Gegenwart immer mehr an. „Es hat immer wieder regionale Akteure gegeben, die sich für die Zukunft eingesetzt haben“, weiß Sterlike. Genau das geschieht nun auch mit dem Quartier A und der Remise, womit der Projektentwickler die Brücke zur Gegenwart und zur Zukunft schlug.

„Wir leben wieder in einer Zeit des Wandels“

Man habe in den vergangenen Jahren viele junge, innovative Menschen bei der Projektentwicklung mit ins Boot geholt. Unter dem Überbegriff „Digitalisierung“, die von der regionalen Wirtschaft als das große Zukunftsthema gesehen werde, entstanden die Werkstatt A und der Maker Space A. Hier arbeiten junge Menschen gemeinsam an innovativen Projekten.

„Wir leben wieder in einer Zeit des Wandels. Mit innovativen und branchenübergreifenden Kooperationen können wir uns aber für die Zukunft rüsten“, unterstrich Günther Sterlike. Daneben gehe es um die Schaffung attraktiver Wohnangebote sowie Möglichkeiten für die Gastronomie und für Veranstaltungen. Genauere Informationen über die Projekte sollen noch im Oktober folgen.