Neue Straßennamen und Hausnummerin in Oed-Öhling. Gemeinde hat in Oed und Öhling Straßen neu benannt und Häuser mit neuen Nummern versehen.

Von Hermann Knapp. Update am 23. November 2020 (09:03)
Neue Straßennamen und Hausnummern machen die Orientierung in Oed und Öhling künftig wesentlich einfacher. Bürgermeisterin Michaela Hinterholzer und geschäftsführender Gemeinderat Josef Gruber freuen sich über den Abschluss des Mammutprojekts.
Otmar Gartler

Das Wirrwarr bei den Hausnummern in der Gemeinde brachte Zulieferer, aber auch Einsatzkräfte in den letzten Jahren oft beinahe zur Verzweiflung. Doch damit ist nun Schluss, denn schon am 1. Oktober wurden in Oed und Öhling neue Straßennamen und neue Hausnummern eingeführt. „Ich möchte besonders dem geschäftsführenden Gemeinderat Josef Gruber und seiner Arbeitsgruppe danken, die viele Stunden aufgewendet haben, um ein neues System zu entwickeln und Wünsche der Bürger, so weit wie möglich, zu berücksichtigen“, sagt Ortschefin Michaela Hinterholzer.

Insgesamt haben etwa zwei Drittel aller Haushalte in der Gemeinde (rund 600) eine neue Anschrift erhalten. In den jüngeren Siedlungsgebieten war das nicht nötig. Dort gab es schon Straßennamen und Hausnummern in sinnvoller Anordnung.

Für alle Ortsteile neue Straßennamen zu kreieren, war nicht einfach. „Wir haben zum Teil auf Bezeichnungen zurückgegriffen, die wir in alten Plänen gefunden haben – wie etwa Gatternfeld in Öhling – wir haben aber auch Rottenbezeichnungen übernommen, zum Beispiel Grübl in Oed“, berichtet die Ortschefin. Schon gebräuchliche Namen wie „Am Ring“ oder „Bergstraße“ seien beibehalten worden und man habe sich einiger Heiligen für die Benennung von Straßen bedient. So gibt es in Oed nun eine Petrusstraße und einen Paulusweg und in Öhling eine Wolfgang-straße – nach dem Kirchenpatron. In der Siedlung am Obstgarten geht es mit Birnenweg, Apfelweg, Nussweg und Mirabellenstraße hingegen sehr fruchtig zu. Der Mostviertelplatz in Öhling hat seine Bezeichnung behalten und die B1 in Oed heißt nun Marktstraße.

Bis alle Navigationsgeräte mit den neuen Adressen gespeist sind, dürfte noch einige Zeit vergehen. „In den ersten Wochen gab es etliche Beschwerden, aber wir haben da kaum Einfluss darauf. Ein Praktikant hat alle neuen Anschriften bei Google eingegeben, aber bis diese von den Systemen übernommen werden dauert es offenbar länger“, sagt Hinterholzer.

Künftig gibt es in der Gemeinde übrigens nur noch zwei Postleitzahlen: 3312 für Oed und 3362 für Öhling. Elf Haushalte, die bisher 3361 hatten (die Postleitzahl von Aschbach) wurden auf 3312 umgestellt.

Die Gemeinde hat allen von der Umstellung der Hausnummern betroffenen Bürgern einen neuen Meldezettel und auch einen neuen Ortsplan geschickt, der mit Unterstützung heimischer Firmen erstellt wurde. Die Tafeln mit den neuen Hausnummern wurden in den letzten Wochen von den Gemeinderäten persönlich ausgeteilt. Natürlich wurde auch ein neues Leitsystem für die Gemeinde entworfen. Die Richtungsschilder sind bereits montiert, zwei große Übersichtstafeln – eine in Oed und eine in Öhling – folgen demnächst.

Insgesamt hat sich die die Gemeinde die Umstellung rund 30.000 Euro kosten lassen. „Das war aber eine notwendige Investition und ich bin froh, dass wir das neue System nun umgesetzt haben. Es war sehr viel Arbeit, denn uns war es wichtig, dass es durchgängig und nachvollziehbar ist. Natürlich gab es auch ein paar Wünsche, die wir nicht umsetzen konnten“, sagt Hinterholzer.