Neue Nutzung für Schloss gesucht. Studentin erstellt im Rahmen einer Seminararbeit einen Businessplan für das Gebäude in Ulmerfeld.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 14. Mai 2020 (04:36)
Bei der Schlossbesichtigung: Gemeinderätin Martina Wadl, Stadträtin Doris Koch, Ortsvorsteher Anton Geister, Studentin Sophia Weinbrenner, Schlosswart Karl Ehardt und Gemeinderätin Claudia Weinbrenner.
Gemeinde

Nach der Sanierung des Schlossumfeldes will sich die Politik nun konkret Gedanken über die zukünftige Nutzung des historischen Gebäudes machen.

Da kommt es gelegen, dass Sophia Weinbrenner im Rahmen ihres Bachelorstudiums Tourismusmanagement an der IBS-Akademie in Wien das Thema für eine Seminararbeit gewählt hat. Ihr Ziel ist es dabei, einen Businessplan für die Nutzung des Schlosses als Veranstaltungsort zu erstellen.

Unterstützung erhält Weinbrenner von der Ortsvorstehung, die ihr Unterlagen über das Schloss zur Verfügung stellt. Außerdem hat die Studentin das Schloss gemeinsam mit den Verantwortlichen auch schon besichtigt und erhielt dabei Zutritt in Bereiche, die der Öffentlichkeit sonst verschlossen bleiben.

Schlosswart Karl Ehardt, der das Gebäude wie kein anderer kennt, gab der Studentin einen tiefgreifenden Einblick in dessen Geschichte. Derzeit wird das Schloss vielfältig genutzt. Es finden sich dort Wohnungen, eine Jugendherberge, eine Waffenschau, Ausstellungsräume und es ist Heimstatt von Vereinen. „Unser Ziel ist es, dass das historische Juwel künftig eine bedeutendere Rolle im Ortsteil und der gesamten Region spielt“, sagt Ortsvorsteher Anton Geister.

Stärkere touristische Nutzung wahrscheinlich

Im Raum steht letztlich eine touristische Nutzung, die auch Einnahmen für die Erhaltung des Schlosses bringt.

Die Gemeinde führt mit dem Musikverein ja gerade Gespräche über eine Übersiedlung in den Stadtsaal. Auch die Zukunft der Jugendherberge ist ob der Coronakrise noch ungewiss. Es könnte im Schloss also bald deutlich mehr Raum zur Verfügung stehen. „Wir hoffen, dass uns auch die wissenschaftliche Arbeit von Sophia Weinbrenner neue Zugänge und Perspektiven eröffnet“, sagt Geister. Sie soll bis zum Sommer auf dem Tisch liegen.