Schule zum Wohlfühlen in Seitenstetten. Das Haus präsentiert sich nach dem Umbau hell, freundlich und zur Zeit auch wieder belebt.

Von Josef Penzendorfer. Erstellt am 14. März 2021 (04:06)
Pädagogin Elisabeth Brunner mit ihrer 1c-Klasse vor der zweigeteilten Tafel. Die Lehrerin und die Kinder fühlen sich in der neu gestalteten Schule sehr wohl.
Penz, Penz

Lichtdurchflutet, freundlich, belebt – das sind nur drei Attribute, die man der Volksschule seit dem Zu- und Umbau des Gebäudes zuordnen kann. Nichts mehr erinnert an die gedrungenen Gänge und Winkel des Gebäudes aus den 50er-Jahren. Das neu gestaltete Haus, das im September 2020 in Betrieb ging, ist eine gelungene Mischung aus Alt und Neu. Die Klassen sind hell, vom Gang aus einsehbar und durch Zwischentüren verbunden, die Kreidetafel bildet mit Whiteboard und Beamer eine zukunftstaugliche Symbiose. „Ich weiß auch die Lerninseln auf den hellen Gängen sehr zu schätzen“, betont Lehrerin Verena Decker.

Die von Direktor Franz Korn derzeit zehnklassig geführte Schule verfügt auch über eine Anzahl von gut ausgestatteten Gruppenräumen mit mobilen Wänden, sodass problemlos binnen kurzer Zeit eine geräumige Aula geschaffen werden kann. Eine altersgemäße Schulküche oder auch die neue Bibliothek ergänzen das Raumangebot, der Turnsaal wurde mit einem Bühnenbereich erweitert.

All diese Infrastruktur aber muss erst mit Leben erfüllt werden. „Die Symbolik der Pusteblume soll auf das Wachsen und Gedeihen, die Vielfalt und den immer wiederkehrenden Neustart hinweisen, wobei Samen auf unterschiedlich fruchtbaren Boden fallen. Unsere Schule ist ‚Rechenzentrum‘ und ‚Sprachlabor‘, ‚Kunstatelier‘‚ ‚Technikraum‘ und vieles mehr, das ‚Tonstudio‘ und die ‚Theaterbühne‘ aber müssen derzeit weitestgehend geschlossen bleiben, dabei wären gerade die sozialen, bewegungsorientierten sowie künstlerischen Bereiche wie Chorgesang oder darstellendes Spiel als entscheidende Faktoren der Entwicklung so bedeutsam“, schildert Direktor Franz Korn.

Er fordert von den Schülern stets auch Kreativität ein. Deshalb ist der Außenbereich bewusst eher sparsam mit fixen Freizeitgeräten bestückt; aber auch hier reicht die Palette vom traditionellen ‚Tempelhüpfen‘ bis hin zum Klettergarten.

„Die Kinder sollen sich den Raum selbst erobern können“, ergänzt der Schulleiter, der sich schon wieder auf Gemeinschaftserlebnisse und Feste freut, musste doch für die offizielle Schuleröffnungsfeier Corona-bedingt schon dreimal ein neuer Termin gesucht werden. Etwa 40 der fast 200 Schüler nehmen das Angebot des Mittagessens an und verbringen ihre Freizeit in zwei kindgerechten Gruppenräumen mit Terrasse, wo bei Sitzgruppen auch die notwendige Rückzugsmöglichkeit gegeben ist.