Familie und Freunde fehlen am meisten

Erstellt am 13. April 2020 | 20:05
Lesezeit: 3 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Coronavirus Quarantäne Symbolbild
Foto: Deliris/shutterstock.com
Ardaggers Bürgermeister Hannes Pressl hat bei seinen Gemeindebürgern eine Umfrage über die Coronakrise und die Lehren daraus gestartet. 350 Personen haben sich daran beteiligt. Die Conclusio: Nahversorgung steht hoch im Kurs, Sorgen machen sich die Menschen um ihre Firmen, Geschäfte oder Arbeitsplätze - und in Sachen Mobilität und Reisen wollen sie sich auch künftig nicht einschränken lassen. Das Gesundheitsministerium meldet am Ostermontag mit Stand 19 Uhr übrigens 270 Infektionen (inklusive aller Gesundeten und leider auch Verstorbenen) im Bezirk Amstetten.
Werbung
Anzeige

Ganz klar geht aus der Umfrage hervor, dass den Menschen (um die 80 Prozent) derzeit vor allem ihre Familien und Freunde abgehen, mit denen sie jetzt ja nur über elektronische Medien kommunizieren können. 49 Prozent vermissen auch die Vereine in denen sie sich engagieren und die Freizeitangebote. Ebenfalls 39 Prozent bedauern, dass sie keine Ausflüge und keinen Urlaub machen können. Rund ein Drittel der Befragten sehnen sich nach dem Kirchbesuch, nach Festen und Feierlichkeiten.

30 Prozent gaben an, dass ihnen Arbeit und Schule abgehen (ein Wert der höher ist, als er auf den ersten Blick scheint, weil ja längst nicht alle Umfrage-Teilnehmer noch im Erwerbsleben stehen). 

Große Sorgen machen sich die Befragten um die Wirtschaft. Die Palette reicht da vom Fortbestand des eigenen Geschäfts über die Sorge um den Arbeitsplatz (29 Prozent) bis hin zur Leistbarkeit von Wohnen und Leben. Das Homeoffice wird von vielen Menschen auch positiv bewertet - sie wollen das auch nach der Krise verstärkt praktizieren (22 Prozent).

Hoch im Kurs steht nun die Nahversorgung. 97 Prozent der Umfrage-Teilnehmer betonen, wie wichtige einheimische Lebensmittel und Produkte sind. 65 Prozent wären bereit, künftig für österreichische Produkte auch mehr zu bezahlen.

Rund 26 Prozent der Befragten wollen die Krise dazu nutzen, sich auch in Zukunft verstärkt mit den Sinnfragen im Leben zu beschäftigen. 35 Prozent wollen generell auf ein gesünderes Leben achten.

Keine Illusionen sollte man sich in Sachen Mobilität und Reisen nach der Krise machen. Denn sich in diesem Bereich einzuschränken, können sich nur fünf Prozent der Befragten vorstellen. "Ein Zeichen dafür, dass die Menschen, die sich jetzt über die fehlenden Kondensstreifen am Himmel gefreut haben, diese in absehbarer Zeit wahrscheinlich wieder in ausreichender Zahl sehen werden und auch der Verkehr sich wieder auf das Vorkrisen-Niveau einpendeln dürfte", schließt Pressl daraus.

Die ganze Umfrage gibt es unter:

https://hannespressl.blog/2020/04/13/ardagger-coronavirus-was-wir-daraus-lernen-und-welche-chancen-die-veraenderung-ermoeglicht/

Werbung