Ärger über Roma-Camp in St. Peter/Au

Erstellt am 13. Juli 2022 | 05:24
Lesezeit: 3 Min
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Für die Müllentsorgung der „Gäste“ musste letztlich die Gemeinde sorgen.
Foto: privat
Verhalten der Roma war für Anrainer eine große Herausforderung.
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Am 28. Juni stellten sich Roma mit 18 Wohnwagen auf die Wiese an der Sportplatzstraße. Für die Anrainer eine Herausforderung: „Ich habe nicht grundsätzlich etwas gegen sie, aber ein Wohnwagen stand nicht einmal drei Meter von meinem Gartenzaun entfernt und es geht um ihr Verhalten, das nicht unseren Regeln entspricht“, berichtet Anrainer Klaus Haider. So hätten die Roma zum Beispiel ihre Waschmaschinen einfach in die Wiese gestellt und sich auch nicht um eine Müllentsorgung oder gar Mülltrennung geschert. „Und bei 60 bis 70 Leuten fällt da eine Menge an. Die Gemeinde ist sogar mit einem Traktor gekommen, um den Abfall abzutransportieren. Ich sehe nicht ein, dass ich Kanalgebühr und Abfallgebühr zahle und sie sich an nichts halten müssen“, sagt der verärgerte Bürger. Er erzählt auch von Lärmbelästigung durch Notstromaggregate, die bis ein Uhr morgens liefen. Die Gemeinde solle, falls sie erneut nach St. Peter Kommen, einen anderen Standort finden oder eine Kaution verlangen, fordert Haider.

Bürgermeister Johannes Heuras betont, dass sich die Roma ohne Zustimmung der Gemeinde auf die Wiese, die zum Teil auch einem privaten Besitzer gehört, gestellt hätten. Sie von dort zu vertreiben, sei nur mit einer Besitzerstörungsklage möglich, was auch Zeit in Anspruch nehme. „Alle Gerüchte, dass sie sich zuvor bei der Gemeinde gemeldet hätten und wir einverstanden waren, dass sie dort campieren, sind nicht wahr“, betont der Bürgermeister. Denn außer Beschwerden, Schaden und zusätzlichem Aufwand hätte die Gemeinde nichts von den „Gästen“. Die Polizei sei täglich vor Ort gewesen, um Beschwerden von Anrainern nachzugehen.

Freitagabend reisten die Roma überhastet ab.In St. Peter hofft man, dass sie nicht wiederkommen werden. „Wir sind auch mit der BH in Kontakt. Vielleicht haben die Vorfälle am Freitag für die Zukunft ja eine abschreckende Wirkung“, sagt Heuras.

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