Alko-Crash: „Windschutzscheibe um Ohren geflogen“

Ohne Führerschein war ein 41-Jähriger mit dem Auto unterwegs, mit Alkohol im Blut verursachte er einen Crash mit fünf Verletzten.

Claudia Stöcklöcker Erstellt am 23. November 2016 | 06:21
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Windschutzscheibe Autoscheibe Symbolbild
Foto: Bilderbox.com

„Ich hab’ an diesem Tag in der Früh verschlafen, wollte zur Arbeit nach Ybbs, hab’ mir die Schlüssel vom Auto meiner Freundin geschnappt und bin losgefahren“, erzählt ein 41-jähriger Wiener vorm Richter.

Mit 0,5 Promille Restalkohol im Blut setzte er sich hinter das Steuer und verursachte in Amstetten einen Crash mit fünf Verletzten. Nun sitzt der Mann vorm Richter.

„Ich habe etwas in der Mittelkonsole gesucht ...“

In einer Rechtskurve kam der 41-Jährige heuer im Juli auf die linke Fahrspur und krachte frontal mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Vier Personen wurden leicht verletzt, am schwersten erwischte es den Alkolenker.

Wie es zu dem Crash kam? „Ich habe etwas in der Mittelkonsole gesucht, da ist mir die Windschutzscheibe um die Ohren geflogen, ich konnte nicht aufstehen, mein Bein war eingeklemmt. An mehr erinnere ich mich nicht“, erzählt er im Prozess am Landesgericht.

Im Besitz eines Führerscheines war der 41-Jährige zum Unfallzeitpunkt übrigens schon seit Jahren nicht mehr. „Den haben sie mir mehrmals gezwickt“, sagt er.

Der bereits Vorbestrafte kommt mit zehn Monaten bedingt und 960 Euro Geldstrafe davon. Ob des Alkoholproblems muss er eine Therapie machen, ein Bewährungshelfer wird ihm zur Seite gestellt.

„Sie haben Glück im Unglück, dass nur Sie schwer verletzt wurden. Sonst wären Sie ins Gefängnis gewandert“, sagt der Richter zu dem 41-Jährigen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.