Amstetten: Lebenswald wurde zerstört. Unbekannte Täter zerstörten den von der Volkspartei initiierten Lebenswald, der 330 Bäume umfasste. Die Suche nach dem Täter oder den Tätern läuft, Anzeige wurde erstattet.

Von Peter Führer. Erstellt am 18. August 2021 (06:01)
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Umweltgemeinderätin Michaela Paffeneder und Vizebürgermeister Markus Brandstetter bei der Begutachtung des zerstörten Lebenswaldes.
privat

Abgebrochene Bäume und wahrscheinlich der Einsatz von Pestiziden: Der Amstettner Lebenswald wurde von unbekannten Tätern zerstört. Im November des vorigen Jahres wurden von den Mandataren der Volkspartei 330 Bäume gepflanzt. Als Symbol für die Neugeborenen in der Stadt. Für das Projekt wurden klimafitte Bäume einer regionalen Baumschule verwendet, die auch mit veränderten Wetterbedingungen am Standort in der Amstettner Doislau gut umgehen können.

90 Prozent des Bestandes sind zerstört

Eine böse Überraschung erlebten nun die Initiatoren des Projekts, ÖVP Umweltgemeinderätin Michaela Pfaffeneder und Vizebürgermeister Markus Brandstetter, die dieses Projekt gemeinsam mit Bürgermeister Christian Haberhauer ins Leben gerufen hatten.

Ungefähr 90 Prozent des Baumbestandes im neu angepflanzten Lebenswald wurden offensichtlich mutwillig zerstört. „Für mich als Landwirtin und Mutter war dies ein unglaublicher Moment, die zerstörte Baumkultur zu sehen. Jeder einzelne Baum hatte sich bis kurz davor prächtig entwickelt und es gab kaum Ausfälle.

Da es in diesem Maßstab ohne fremdes Zutun nicht zu solchen Ausfällen kommen kann, muss nach Rücksprache auch mit mehreren Forstexperten und dem Baumschulbesitzer, Vandalismus in einem noch nie dagewesenen Maßstab als Ursache angenommen werden. Was mir persönlich die Frage aufdrängt – welche Menschen das sein müssen, die Bäume zerstören, welche für neugeborene Amstettner Kinder gepflanzt wurden“, zeigt sich Michaela Pfaffeneder entsetzt.

"Für uns steht bereits jetzt fest, dass wir den Amstettner Lebenswald neu aufforsten!" Vizebürgermeister Markus Brandstetter

Auch für Vizebürgermeister Markus Brandstetter ist dieser Akt der Zerstörung ein unglaublicher Vorfall. „Abgeschnittene und abgebrochene Baumspitzen sind augenscheinliche Zeichen der Zerstörung. Jedoch dürfte mit anderen Mitteln nachgeholfen worden sein, die Baumkultur flächendeckend zu zerstören. Wir werden daher eine Anzeige gegen Unbekannt einbringen. Für uns steht bereits jetzt fest, dass wir den Amstettner Lebenswald neu aufforsten! Denn eines bleibt für uns wichtig, jedem Amstettner Neugeborenen einen eigenen Baum als Wegbegleiter in die Zukunft zu pflanzen“, betont er abschließend.