Amstettner Baustadtrat Bernhard Wagner: „Werde nicht eingebunden“

Erstellt am 31. Januar 2022 | 06:33
Lesezeit: 4 Min
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Baustadtrat Bernhard Wagner kritisiert, dass er in Gespräche mit dem Architekten des Bades nicht eingebunden ist und die fehlende Sauna.
Foto: SPÖ
Baustadtrat Bernhard Wagner (SPÖ) kritisiert Stadtregierung, hält es für großen Fehler, dass beim neuen Bad Sauna fehlt und stellt wichtige Projekte für 2022 vor.
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Bernhard Wagner ist als Baustadtrat eigentlich federführend für die Projekte in der Gemeinde verantwortlich. Doch er fühlt sich von der Stadtregierung in seiner Aufgabe behindert. „Ich werde bei Architektengesprächen – zum Beispiel beim Bad oder beim Quartier A – nicht eingebunden, was natürlich sehr mühselig ist. Ich habe das auch schon öfter eingefordert, aber leider vergeblich“, sagt der SPÖ-Politiker. Er ist auch längst nicht mit allen Projekt-Entscheidungen der Stadtregierung einverstanden. Völlig verfehlt ist für Wagner zum Beispiel, dass im neuen Bad keine Sauna vorgesehen ist. „So wie der Plan jetzt ist, kann man sie auch später nicht mehr derart anbauen, dass den Saunagästen die Nutzung des Schwimmbadbereichs möglich wird“, kritisiert der SPÖ-Politiker.

Sauna neu zu bauen würde viel teurer

Er schließt daraus, dass ÖVP und Grüne auch gar nicht mehr vorhaben, in einer späteren Bauphase eine Sauna in Amstetten zu errichten. Und sollte das wider Erwarten doch geschehen, werde diese viel teurer sein. „Denn dann brauchen wir einen eigenen Baukörper mit eigener Technik, eigenen Sanitär- und Ruheräumen“, sagt Wagner.

Derzeit wird die Ausschreibung für das Bad vorbereitet, im Herbst soll die Vergabe erfolgen. „Ich gehe davon aus, dass heuer noch mit dem Abbruch der alten Anlage begonnen wird“, sagt Wagner.

Schon einen Schritt weiter ist man beim geplanten zentralen Bauhof in Greinsfurth. „Die EU-weite Ausschreibung läuft, die Umwidmungen werden abgewickelt und im Herbst sollen die Bauarbeiten starten. Die Gesamtkosten werden sich auf 10,6 Millionen Euro belaufen, für 2022 haben wir 1,3 Millionen Euro im Budget vorgesehen“, berichtet der SPÖ-Politiker.

Begonnen werden dürfte auch noch heuer mit dem Neubau des Kindergartens in Eggersdorf. „Das hängt allerdings noch von einem unabhängigen Gutachten ab, auf das wir als SPÖ gedrängt haben und das jetzt in Auftrag gegeben wurde. Der Kindergarten befindet sich ja in unmittelbarer Nachbarschaft zu Hochspannungsmasten der ÖBB, und wir müssen sicherstellen, dass das keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit der Kinder hat“, betont Wagner. Gebaut werden sollen vier Gruppen, wobei eine davon vorerst für Kleinkind-Tagesbetreuung genutzt wird. Rund 2,4 Millionen Euro sind für dieses Projekt budgetiert.

Die Gemeinde investiert auch heuer wieder viel Geld in Infrastrukturprojekte. Für Kanal sind 2,5 Millionen im Voranschlag reserviert, für Straßen, Güterwege, Wander- und Radwege knapp 2,8 Millionen Euro. In Galtberg wird für das dort geplante neue Postverteilerzentrum der Kanal verlegt und eine Zufahrtsstraße errichtet. In Amstetten steht die Errichtung des Geh- und Radwegs vom Kreisverkehr Interspar bis zum Kreisverkehr Bahnhofstraße auf dem Programm.

Begonnen wird auch mit der Aufschließung des Quartier A. Dafür sind in den nächsten Jahren 1,9 Millionen veranschlagt, im Budget 2022 sind 150.000 Euro reserviert.

Umgestaltung des Hauptplatzes Mauer

In Allersdorf wird die Erschließung der Zehetnergründe fortgeführt, beim Preinsbach und beim Lewingbach stehen Brückensanierungen oder -verbreiterungen am Programm.

In Greinsfurth wird die Aufschließung der Leinerstraße für den neuen Bauhof begonnen, in Mauer die Aufschließung der Landeswiese beim Klinikum. „Im Ort Mauer selbst wird heuer im Rahmen der Dorferneuerung die Umgestaltung des Hauptplatzes gestartet, die ich selbst noch in meiner Zeit als Ortsvorsteher initiiert habe“, berichtet der Baustadtrat. Rund 50.000 Euro sind für dieses Projekt heuer vorgesehen, insgesamt wird es 190.000 Euro kosten.

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