Viehdorf ausgezeichnet: „Davon lebt Gemeinschaft“. Jedes Jahr kürt der Service Freiwillige in Kooperation mit der NÖN die vereinsfreundlichste Gemeinde. Im Bezirk Amstetten ist das 2016 Viehdorf.

Von Daniela Führer. Erstellt am 28. Oktober 2016 (05:55)
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„Unser Herr Pfarrer ist ein starkes Bindeglied. Er war heuer bei fünf Veranstaltungen von Vereinen dabei und zelebrierte eine Feldmesse“, hebt Bürgermeister Franz Zehethofer hervor.
Daniela Führer

NÖN: Viehdorf wurde zur vereinsfreundlichsten Gemeinde 2016 im Bezirk gewählt. Warum, denken Sie, fiel die Wahl auf Ihre Gemeinde?

Franz Zehethofer: In unserer Gemeinde engagieren sich sehr viele Bürger in Vereinen. Dieses aktive Vereinsleben wird sehr geschätzt – ebenso wie der starke Zusammenhalt unter den Vereinen und die gegenseitige Unterstützung, zum Beispiel bei Festen.

Fast alle Vereine haben ihre eigenen Räumlichkeiten

Wie wichtig sind Vereine für das Gemeinschaftsleben in Viehdorf?

Nur um ein Beispiel zu nennen: Die Landjugend hat heuer im Rahmen eines gemeinnützigen Projekts den Spielplatz in Seisenegg in zwei Tagen saniert. Das wird von den Bürgern sehr geschätzt. Und auch unser Herr Pfarrer Lumesberger ist ein starkes Bindeglied im Vereinsleben. Er war heuer bei fünf Vereinsveranstaltungen und zelebrierte die Feldmesse, das ist auch nicht selbstverständlich und prägt unsere Gemeinschaft.

Welche Vereinsveranstaltungen prägen die Gemeinde besonders?

Bei uns sind die Kinderferienspiele Spiel & Spaß immer ein ganz großes Highlight, an dem sich sehr viele Vereine beteiligen. Heuer hatten wir acht Veranstaltungen mit 450 Kindern. Neu war heuer zum Beispiel der Besuch eines Milchbauernbetriebs, organisiert von den Bäuerinnen und dem Bauernbund. Das kam bei den Kindern sehr gut an.

Was tut die Gemeinde konkret für die Vereine im Ort?

Fast alle Vereine haben ihre eigenen Räumlichkeiten in unserer Gemeinde und ich denke, es wird auch generell sehr geschätzt, dass die Gemeinde sehr hinter den Vereinen steht.

Wie wichtig ist die Freiwilligkeit von Vereinsmitgliedern?

Die Freiwilligkeit ist nichts Selbstverständliches, doch eine Gemeinschaft lebt gerade von Menschen, die für die Gesellschaft mehr tun, als sie müssten. Das ist auch mein persönliches Motto.

Zur vereinsfreundlichsten Gemeinde wird jene Gemeinde gewählt, die ihre Vereine am stärksten unterstützt - in ideeller und finanzieller Sicht.