Mauer: Baubewilligung für Gesundheitszentrum beantragt. Spatenstich für das Primärversorgungszentrum rückt näher. Bauamt prüft eingerechte Pläne.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 14. Juli 2021 (05:19)

Die Gemeinnützige Donau- Ennstaler Siedlungs- Aktiengesellschaft (GEDESAG) hat in der Vorwoche bei der Ortsvorstehung Mauer einen Antrag auf Baubewilligung für das neue „Gesundheitszentrum und Wohnheim Amstetten-Mauer“ eingebracht. „Das Bauamt wird die Unterlagen nun prüfen. Ich gehe davon aus, dass im Herbst eine Baubewilligung erteilt wird“, sagt Ortsvorsteher Manuel Scherscher (ÖVP).

Eine bürokratische Hürde wurde bereits genommen: Ein Teil des Areals, das dem Land Niederösterreich gehört, wurde von Bauland-Sondergebiet-Krankenhaus in Bauland Kerngebiet umgewidmet und aus dem Areal des Landesklinikums herausgelöst.

Gesundheitszentrum Enns als Vorbild beim Bauen

Bei der Erstellung der Baupläne wurde übrigens auch auf die Expertise von Wolfgang Gruber, dem Geschäftsführer des Gesundheitszentrums Enns zurückgegriffen, das gut funktioniert und in vielerlei Hinsicht Vorbildwirkung für das Primärversorgungszentrum in Mauer haben kann.

Fix ist ja schon, dass der praktische Arzt Daniel Bauer, der ab September Vollzeit in der Praxis am Hauptplatz in Mauer ordinieren wird, nach dessen Fertigstellung ins Primärversorgungszentrum wechselt. Insgesamt will man dort drei Praktiker ansiedeln. Bauer hat sich natürlich auch in die Planung der Ordinationen eingebracht.

Im Erdgeschoß des Primärversorgungszentrums mit rund 500 Quadradmetern Fläche wird Platz für drei Arztpraxen sein und für die Außenstelle einer Apotheke. Im gleichgroßen Obergeschoß wird die Verwaltung ihren Sitz haben, es wird dort aber auch genug Raum für Praxen weitere Ärzte (Wahlärzte, Fachärzte, Physiotherapeuten etc.) geben.

Das Primärversorgungszentrum ist aber nur ein Teil des geplanten Projektes.

„Ergänzend dazu soll auf dem Grundstück eine Wohnanlage mit 54 Wohneinheiten entstehen. Der Bau wird flexibel gestaltet und kann für die verschiedensten sozialen Wohnformen (Jungendwohnungen, Seniorenwohnungen, Flexi-Wohnungen) genutzt werden. Der historische Gartenpavillon inmitten einer Parklandschaft wird ein neues kulturelles und soziales Zentrum auf dem Areal bilden und soll zukünftig für Veranstaltungen genutzt werden können“, sagt GEDESAG-Direktor Peter Forthuber.

Das Gesundheitszentrum Amstetten-Mauer werde ein zukunftsweisendes Projekt in Niederösterreich und wohnortnahe Gesundheitsvorsorge auf höchstem Niveau ermöglichen.