Viehdorfer Kalb wurde zum TV-Star. Für großes mediales Interesse sorgte ein in der Vorwoche entlaufenes Kalb in Viehdorf. Tageszeitungen und der ORF berichteten über die rund einstündige Verfolgungsjagd.

Von Daniela Führer. Erstellt am 04. April 2018 (05:40)
FF Viehdorf
Knapp eine Stunde versuchten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Viehdorf, das Kalb wieder einzufangen.

Ein am Mittwochvormittag entlaufenes Kalb sorgte in Viehdorf für gehörig mediales Aufsehen (wir hatten aktuell berichtet, siehe hier und unten): „Damit haben wir keinesfalls gerechnet“, sagt der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Viehdorf, Wolfgang Schweighofer.

„Dem Tier geht es blendend“

„Vermutlich wurden die Journalisten über unseren Facebook-Eintrag der Feuerwehr auf die Geschichte aufmerksam. Schon gegen Mittag hat mich am Mittwoch ein Redakteur der Tageszeitung ‚Heute’ kontaktiert. Der Bericht erschien dann gegen Abend und am nächsten Tag haben sich immer mehr Journalisten bei mir gemeldet“, berichtet der Kommandant.

Sogar ein Fernsehteam des ORF Niederösterreich rückte schließlich am Donnerstag im Ort an und drehte einen TV-Beitrag über die abenteuerliche Verfolgungsjagd des vier Monate alten Stierkalbes für die abendliche ORF-Infosendung.

FF Viehdorf
Das ausgebüxte Tier wurde gesund und munter schließlich von den Kameraden der Feuerwehr auf seinen Hof zurückgebracht. Am Bild (von links): Franz Lechner, Josef Höblinger und Markus Jandl.

Doch nun zu den eigentlichen Geschehnissen, die für derartig großes Aufsehen sorgten: Die Viehdorfer Feuerwehr wurde zu dem besonderen Tierrettungseinsatz alarmiert, nachdem FF-Kamerad Philipp Klem das Tier durch das Ortszentrum, durch Gärten und mitunter vorbei am Kaufhaus Honeder, laufen sah.

Zur Unterstützung des Besitzers, der sein Tier gemeinsam mit Nachbarn schon gut eine Stunde verfolgte, und um die Bevölkerung zu schützen, rückten schließlich 15 Kameraden der Feuerwehr zur Hilfe aus.

Nach einer mehrere Kilometer langen Verfolgungsjagd konnte der junge Stier schließlich durch die „Rinderexperten“ der Freiwilligen Feuerwehr eingefangen und in den heimatlichen Stall zurückgebracht werden. „Dem Tier ist auch nichts passiert, es geht ihm blendend“, lässt Schweighofer noch wissen.