Park-Probleme vor Schulen: „Ein Stück Wilder Westen“. Eltern, die vor den Schulen halten um Kinder aus- oder einsteigen zu lassen, sorgen für Staus und Gefahr. VP regt Schaffung von „Kiss-and-Ride-Zonen“ an.

Von Hermann Knapp. Erstellt am 07. November 2017 (04:26)
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Vizebürgermeister Dieter Funke und Gemeinderat Markus Brandstetter wollen im Gespräch mit den Fraktionen und Betroffenen Lösungsansätze erarbeiten, die in konkrete Projekte münden.
ÖVP

Auch die ÖVP meldet sich nun zur Verkehrsproblematik rund um die Zentralschule zu Wort. Dort kommt es ja in den Stoßzeiten durch Eltern, die im Halte- und Parkverbot stehenbleiben um ihre Kinder aus- oder einsteigen zu lassen zu Staus und gefährlichen Situationen.

„Auskünfte zeichnen teilweise erschreckendes Bild“

Dass es vor anderen Schulen ähnliche Probleme gibt, weiß VP-Stadtentwicklungssprecher Markus Brandstetter aus Gesprächen mit den Direktoren. „Ihre Auskünfte zeichnen teilweise ein erschreckendes Bild. Aufrufe der Schulen an die Eltern, ihre Kinder etwas abseits aussteigen zu lassen, verhallen ungehört. Selbst Anweisungen von Einsatzkräften, weiterzufahren, werden von den Pkw-Lenkern oft ignoriert. Man hat das Gefühl, rund um die Schulen ist ein Stück Wilder Westen.“

Für Brandstetter ist es daher höchst an der Zeit, Elternvertreter, Schuldirektoren und auch Kindergartenleiterinnen an einen Tisch zu holen und die Probleme zu diskutieren. VP-Vertreter haben auch Gespräche mit anderen Gemeinden geführt, um zu erfragen, wie man dort mit dem Problem umgeht. „Eine mögliche Lösung wäre, sogenannte ,Kiss-and-Ride-Zonen’ abseits der Schulen einzurichten, wo Eltern gefahrlos halten können. Ich habe ja selbst schon vor zwölf Jahren eine Elternhaltestelle vor dem Kindergarten Schulstraße einrichten lassen“, sagt der VP-Politiker.

Brandstetter will das Thema nun im nächsten Verkehrsausschuss auf die Tagesordnung bringen.