Trinkwasser in Ardagger ist verkeimt. Bei zwei von drei Untersuchungsstellen stellte man eine Verkeimung fest. Trinkwasser der Gemeindewasserversorgungsanlage ist daher derzeit nicht zum Genuss geeignet und darf nur mehr im abgekochten Zustand getrunken werden.

Von Peter Führer. Erstellt am 19. Oktober 2020 (14:51)
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Bei einer der Proben wurden zwei Escherichia Coli Baktieren gefunden (Illersdorf), bei der zweiten Probe sieben Escherichia Coli Bakterien (Hochbehälter Kirchfeld). „Die koloniebildenden Einheiten betragen in beiden Proben über 300 bei einem Grenzwert von 100“, berichtet Bürgermeister Hannes Pressl in seinem Blog.  

In der dritten Probe im Bereich Sonnensiedlung/Römerweg wurde zwar keine Verkeimung festgestellt, aufgrund des Zusammenhanges im Versorgungsnetz wird aber auch hier ein Trink- und Verabreichungsverbot des Wassers ausgesprochen, sofern dieses nicht abgekocht wurde. 

Das vom Problem umfasste Versorgungsgebiet und die routinemäßigen Untersuchungspunkte, die das Problem gezeigt haben.
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Derzeit ist man auf der Suche nach der Ursache der Verkeimung und deren Bereinigung. Pressl bittet um Verständnis, er rechnet aber damit, dass es bis zu einer Lösung einige Zeit dauern wird. Die Behörden sowie die Gemeindeeinrichtungen wie Schulen seien bereits in Kenntnis gesetzt worden, die Bevölkerung wird mittels Flugblatt und elektronischen Nachrichten informiert.  

Nicht von der Verkeimung umfasst sind laut Pressl die eigenständigen Versorgungsbereiche der Genossenschaften Stephanshart, Ardagger Markt, Kollmitzberg I und II bzw. die Haus- und Kleingenossenschaftsversorgungen.