Die Welt der Seifenkiste: Verein öffnet seine Pforten

Erstellt am 20. Juli 2022 | 05:15
Lesezeit: 2 Min
„Wir wollen die Seifenkisten an das Publikum heranzubringen“, erklärte der Obmann des Vereins Austria-Seifenkiste, Wilhelm Absenger, den Grund für einen Tag der offenen Werkstatt.
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„Kleine Miniautos, ohne Motor, betrieben nur mit der Schwerkraft“, beschreibt Absenger die Seifenkisten. Seit etwa 18 Jahren wird der „Tag der offenen Werkstatt-Tore“ einmal jährlich veranstaltet, damit die Bevölkerung vertrauter mit den Seifenkisten wird und alle den Verein kennenlernen können. So konnte man am Samstag wieder die Werkstatt in Viehdorf anschauen, Probefahrten absolvieren und sich beim Grillen austauschen. Die Werkstatt besteht seit 2017, wobei bereits davor ein Standort in Aschbach für diese Zwecke benutzt wurde. Den Standort in Viehdorf machen „die Größe, die Teststrecke und die Nähe zu Amstetten“ attraktiv, erklärte Absenger.

In der Werkstatt werden drei Arten von Seifenkisten hergestellt. Diese drei unterscheiden sich in Größe, Form, Herstellung und Eignung für Altersgruppen.

Von Sperrholz-Gefährt bis zum Glasfaser-Boliden

Aus Sperrholz und Dreischichtplatten gefertigt, gibt es die „Rookie“-Seifenkiste, die für Kinder zwischen sieben und zwölf Jahren geeignet ist. Die „Masterklasse“-Seifenkisten, aus Glasfaser und Epoxyharz hergestellt, sind für Jugendliche von 11 bis 18 Jahren. Seifenkisten der „Elite XL“-Klasse werden ebenfalls mithilfe von Glasfaser und Epoxyharz gefertigt und sind für alle von 13 bis 99 Jahren geeignet. An den Wägen wird vom Verein alles, bis auf Räder und Achsen, selbst gebaut, „weil diese genormt sind“, erklärte Absenger.

Dann werden sie an Firmen verkauft, die ein Branding darauf erhalten. Für die Herstellung der „Masterklasse“ und „Elite XL“ wird siebenlagig Epoxyharz mit Gewebeeinlagen in eine Form eingegossen und „wenn es hart ist, wird es zugeschnitten und verklebt“, erklärte Absenger den Bauvorgang. Danach werden die Teile mit Harzlaminat verbunden, ein Deckel wird angebracht, es wird geschliffen und anschließend lackiert. Pro Jahr werden auf diese Weise zwei bis drei Kisten gefertigt. Weitere Infos: www.austria-seifenkiste.com

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