Familie sagt Danke: "Überwältigendes Mitgefühl". Kurz vor Weihnachten starb die 34-jährige dreifache Mutter Martina Nadlinger aus Viehdorf. Eine Welle der Hilfsbereitschaft erreichte daraufhin ihre Familie.

Erstellt am 23. Januar 2017 (08:21)
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Ein Teil des Erlöses aus dem Benefizturnier geht an die Kinder Sarah, Sophia und Julia Nadlinger, die eine Woche vor Weihnachten ihre Mutter viel zu früh verloren haben. Für die Familie hat die Gemeinde Viehdorf übrigens auch ein Spendenkonto eingerichtet: AT70 3202 5000 0108 8202 (Empfänger: Familie Nadlinger).
NOEN, privat

„Ich möchte mich im Namen meiner Familie für die große Anteilnahme, die vielen Trauerkarten und die große Spendenbereitschaft sehr herzlich bedanken“, sagt Reinhard Nadlinger. Der 37-jährige Viehdorfer und seine drei Töchter Sarah, Julia und Sophia (5 und 3 Jahre sowie 10 Monate alt) haben am 18. Dezember ihre Ehefrau und Mutter Martina (34) infolge einer heimtückischen Krebserkrankung verloren (die NÖN berichtete).

Es folgte eine große Welle an Hilfsbereitschaft und Solidarität. Die Gemeinde Viehdorf richtete sofort ein Spendenkonto zur finanziellen Unterstützung der Familie ein. Rasch verbreitete sich die tragische Nachricht weit über die Grenzen Viehdorfs hinaus – viele Menschen in ganz Österreich waren vom Schicksal der Jungfamilie zutiefst berührt und wollten helfen: „Sogar aus Vorarlberg hat mich ein Schreiben samt Spende erreicht“, berichtet Reinhard Nadlinger.

Einige Leute schrieben ihm auch von deren ganz persönlichen, tragischen Schicksalsschlägen: „Das zu lesen half und hilft mir wirklich sehr. Anhand dieser Schreiben wird einem klar, dass man trotz eines solchen Schicksalsschlags wieder ein glückliches und erfülltes Leben führen kann – wir müssen dazu in die Zukunft schauen und Martina dabei immer im Herzen behalten. Für diese vielen offenen und persönlichen Worte möchte ich mich auch herzlich bedanken.“

Bedarf nach Hilfe für Betreuung und Haushalt

Die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel verbrachte der 37-Jährige mit seinen Kindern im Kreis der Familien. Seine Nachbarn und Freunde unterstützten ihn ebenfalls bereitwillig. Das Miteinander wurde von Anfang an groß geschrieben, speziell um den Kindern in diesen schweren Zeiten Stabilität und Sicherheit zu geben.

Seit gut zwei Wochen steht der dreifache Vater nun wieder voll im Berufsleben. Allein mit der Unterstützung von Familie und Freunden sind Haushalt und Kinderbetreuung neben dem Job aber nicht zu bewältigen. „Vorübergehend habe ich dank der Unterstützung des Landes Niederösterreich für einige Wochen eine Familienhelferin, die im Haus ist und sich um die Kinder und Haushalt kümmert, während ich in der Arbeit bin.

Doch für die Zeit danach suche ich eine langfristige Lösung. Menschen, die mich nach dem Vorbild Au Pair oder Familienhilfe im Haushalt und mit der Kinderbetreuung unterstützen“, sagt Reinhard Nadlinger. Interessenten können sich per Mail an reinhard.nad@gmx.at für die Stelle bewerben.