Leitungsnetz in Wallsee-Sindelburg ausgebaut. In der Gemeinde Wallsee-Sindelburg laufen die Maschinen derzeit auf Hochtouren.

Von Peter Führer. Erstellt am 03. Dezember 2019 (03:06)
Geschäftsführender Gemeinderat Karl Haselmayr, Bürgermeister Johann Bachinger und Gemeinderat Andreas Lanzinger überzeugen sich vom Baufortschritt bei den Lanzinger-Gründen.
Peter Führer

Der Ausbau der Wasserversorgung steht derzeit in Wallsee im Mittelpunkt. Zum einen legte man vor Kurzem die Wasserleitung nach Igelschwang. Dort konnten sich die Grundstücksbesitzer der 22 Parzellen entscheiden, an das öffentliche Wassernetz anzuhängen. Mehr als die Hälfte wählte einen Fixanschluss, der Rest einen Teilanschluss. „2005 gab es bereits eine erste Anfrage an die Liegenschaftsbesitzer. Damals hat sich eine Mehrheit gegen den Wasseranschluss ausgesprochen. Vor zwei Jahren waren 17 Bürger dafür. Nun ist aber der Bedarf gestiegen und teilweise kämpft man bei den Brunnen auch mit Qualitätsproblemen“, verrät geschäftsführender Gemeinderat Karl Haselmayr, warum es jetzt zur Anschlussmöglichkeit kam.

Zum anderen gab und gibt es bei den Lanzinger-Gründen ebenfalls umfangreiche Grabungsarbeiten. Dort entstehen acht Bauparzellen, wobei fünf bereits verkauft wurden. Als vorbereitende Maßnahmen muss der Kanal erneuert und Wasserleitungen müssen verlegt werden. „Im Frühjahr können die Grundbesitzer mit dem Bau beginnen. Erfreulich ist, dass die fünf bereits verkauften Gründe an vier Wallseer und eine Strengberger Familie gingen“, klärt Gemeinderat Andreas Lanzinger auf.

Trinkwasserplan soll Überblick schaffen

Um die Wasserversorgung für das gesamte Gemeindegebiet zu sichern, hat man für die Zukunft bereits einige Ideen. So wird etwa angedacht, einen Trinkwasserplan zu erstellen. Dabei wird auch für den Krisenfall geplant, also den Ausfall der eigenen Wasserversorgung. In Wallsee könnte es ja passieren, dass bei Hochwasser der Gemeindebrunnen gesperrt werden muss. Im Gespräch ist deshalb auch eine Zusammenarbeit mit anderen Kommunen, weil ein Zusammenschluss der Wassernetze natürlich für alle Beteiligten mehr Versorgungssicherheit bedeuten würde.

„Zunächst wollen wir aber einmal in Wallsee-Sindelburg erheben, wie groß der Wasserbedarf ist und auch bei den Bürgern nachfragen, was in den nächsten Jahren geplant ist“, betont Bürgermeister Johann Bachinger. Erst dann könne man zukunftsorientierte Schritte sinnvoll setzen.

Neben der Wasserversorgung war zuletzt die Umwidmung in Igelschwang großes Thema. Dort sollen fünf bis sechs Bauparzellen entstehen. „Es musste aufgrund von Einsprüchen ein geotechnisches Gutachten gemacht werden. Zehn Schürfe wurden durchgeführt und nur bei einer wurden minimale Baurestmassen gefunden. Eine Baulandseignung ist absolut gegeben“, erklären Haselmayr und Lanzinger. „Die Mutmaßungen, dass dort illegal Müll entsorgt worden wäre, waren peinlich und traurig und am Ende hat sich gezeigt, dass sehr wohl gebaut werden kann“, ergänzt Bachinger. In der nächsten Gemeinderatssitzung soll daher eine Umwidmung auf Bauland beschlossen werden.