Betrugsverdacht bei Amstettner Liste Wahl. Die Polizei ermittelt gegen die Liste Wahl, die ja im Jänner in Amstetten bei der Gemeinderatswahl antreten will.

Von Hermann Knapp. Update am 26. November 2019 (18:44)
Symbolbild
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Die nötigen Unterstützungserklärungen hat sie der Gemeindewahlbehörde schon vorgelegt. Und genau da ist nun offenbar der Hund begraben. Denn einige der Unterschriften sollen gefälscht sein. 

"Wir ermitteln auf Hochdruck um die Vorwürfe so schnell wie möglich zu klären." Polizeikommandant Oliver Zechmeister

Deadline ist sozusagen der 18. Dezember. An diesem Tag entscheidet sich, wer zur Wahl antreten darf. Für die Liste Wahl scheint das nun wieder ungewiss.

Für Jürgen Wahl ist die Causa eine politisch Intrige gegen seine Liste. „Was da abläuft ist rotmotiviert. Das trojanische Pferd der deutschen Werbeagentur hat gewirkt“, erklärt er gegenüber der NÖN.

Die zehn gefälschten Unterschriften seien ihm von einer Frau mit einem eindeutigen Naheverhältnis zur SPÖ übergeben worden. „Sie hat uns gegenüber inzwischen die Fälschung auch zugegeben. Den Grund hat sie aber nicht genannt“, erklärt Wahl. Man habe insgesamt 155 Unterschriften abgegeben. 82 hätten  für ein Antreten bei der Gemeinderatswahl genügt.

„Was hätte ich also von den gefälschten Unterschriften? Offenbar fürchtet man uns und will unser Antreten verhindern“, mutmaßt Wahl. Was ihn besonders ärgert: Offiziell hat er, laut eigener Aussage, bisher keine Mitteilung bekommen, dass er gegen ihn wegen Urkundenfälschung ermittelt wird.

Für SPÖ-Obmann Gerhard Riegler sind die Vorwürfe Wahls „an den Haaren herbeigezogen. Die SPÖ hat mit dieser Sache nichts zu tun!“