Nachhaltige Investitionen in Aschbach

Gemeinde setzt vor allem auf den Ausbau der Photovoltaik-Anlagen.

Erstellt am 14. Januar 2022 | 06:14
Lesezeit: 2 Min
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Bürgermeister Martin Schlöglhofer ist mit der Entwicklung der Gemeindefinanzen zufrieden. Heuer wird Aschbach einen Schwerpunkt auf nachhaltige Investitionen setzen, die positive Auswirkungen auf das Klima haben.
Foto: Knapp

Zufrieden ist Bürgermeister Martin Schlögelhofer mit den Finanzen der Gemeinde „Wir haben einen positiven Ergebnishaushalt in Höhe von rund 700.000 Euro, und das wird vermutlich auch in den nächsten Jahren so sein“, berichtet der Ortschef.

Heuer wird die Gemeinde ihr Hauptaugenmerk auf nachhaltige Investitionen legen, die positive Auswirkungen auf das Klima haben. „Das ist mir auch persönlich sehr wichtig. Wir haben schon viel in PV-Anlagen investiert und werden das auch weiterhin tun. Auf der Schule werden wir eine 80-kW-Peak-anlage installieren, die umgerechnet etwa Energie für 15 Haushalte produziert. Eine gleichgroße Anlage kommt auf das neue Feuerwehrhaus und auch beim Bauhof, wo wir schon Paneele haben, werden wir noch nachrüsten“, kündigt Schlöglhofer an.

Im Schulgebäude wird außerdem die derzeitige Pelletsheizung auf Hackschnitzel umgestellt. „Das macht wirtschaftlich und auch ökologisch Sinn, weil die Fernwärme regionale Brennstoffe verwendet, während die Pellets aus Rumänien kommen. Im Herbst soll auch die Ölheizung im Kindergarten I auf Hackschnitzel umgestellt werden“, sagt der Bürgermeister. Damit verbleibt als einziges öffentliches Gebäude, das noch mit Öl beheizt wird, das Feuerwehrhaus in Kren stetten. Da gibt es vorläufig noch keine Umrüst-Pläne.

Notwasserversorgung hat sich bewährt

So gut wie abgeschlossen sind in Aschbach die Kanalerneuerung und ebenso die Verlegung der Lichtwellenleiter durch die nöGIG. Bewährt haben sich die Investitionen in die Wasserversorgung, die in den letzten Jahren getätigt wurden. „Im Dezember gab es wieder zwei große Rohrbrüche in der Verbandsleitung bei der Brücke Böhlerwerk. Unsere Haushalte bekamen das aber nicht zu spüren, weil wir auf die Notversorgung aus Amstetten umgeschaltet haben. Sie ist Goldes wert“, sagt Schlöglhofer.

Geplant sind heuer noch einige Siedlungserschließungen. Bei der Äschen-Siedlung haben schon die ersten Häuslbauer mit ihrem Eigenheim begonnne. Alle neun Gemeindegrundstücke sind inzwischen verkauft und auch die Firma Pabst hat bereits mit der Veräußerung ihrer Flächen begonnen. „Mir ist es wichtig, dass wir künftig mit unseren räumlichen Ressourcen sparsam umgehen. Das Land hat ja schon die Vorgabe gemacht, dass Parzellen nur noch 700 Quadratmeter groß sein sollen“, sagt der Bürgermeister. Die Baulandmobilisierung mittels Förderung für jene, die seit Langem unbebaute Grundstücke veräußern, tröpfelt in Aschbach dahin. 15 Parzellen wurden bisher verwertet, die Aktion läuft noch bis 2022.

Kein Geld ist im Budget für 2022 für die Projekte Sporthalle, Kindergarten-Zu- und Umbau und Fehringerturm vorgesehen. „Da laufen die Projektgruppen, wir sind aber noch nicht so weit, etwas umzusetzen“, berichtet Schlöglhofer.

Auch heuer kann die Gemeinde mit Kommunalsteuereinnahmen von bis zu 1,7 Millionen Euro rechnen - noch etwas mehr als 2021. „Das ist natürlich unserem guten Mix geschuldet. Wir haben große Unternehmen wie die Berglandmilch und die Pabstgruppe, aber auch viele florierende mittlere und kleinere Betriebe“, sagt der Bürgermeister. Zuletzt ist der Maschinenring Mostviertel West nach Aschbach übersiedelt und hat zusätzliche Arbeitsplätze mitgebracht.