Seitenstetten: Finanzen sind stabil

Gemeinde hat Krise gut überstanden, auch dank hoher Kommunalsteuereinnahmen.

Erstellt am 18. Dezember 2021 | 06:51
Lesezeit: 2 Min
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Bürgermeister Johann Spreitzer ist mit der Entwicklung der Gemeindefinanzen zufrieden.
Foto: Knapp

Die Gemeinde hat 2022 keine Großprojekte in Planung. 200.000 Euro werden in die Radwege investiert – ein Projekt wird es im Trefflingtal geben und dann steht natürlich die Errichtung des Radweges Bahnhofstraße (Kreisverkehr bis zur Gemeindegrenze bei der Firma Lisec) auf dem Programm.

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Ein wichtiges Thema wird auch im Jahr 2022 die Ortskerngestaltung und das Mobilitätskonzept sein. 50.000 Euro sind dafür budgetiert. „Da die Straße jetzt ja eine Gemeindestraße ist, haben wir auch die Möglichkeit, ihren Verlauf im Ortsgebiet zu verändern. Eine Durchfahrt muss natürlich bleiben, die brauchen wir auch für die Wirtschaft, aber wir könnten sie zum Beispiel schmäler machen und verkehrsberuhigen“, sagt Bürgermeister Johann Spreitzer. Eine Begegnungszone kann er sich persönlich nicht vorstellen, aber Tempo 30 im Ortskern ist für ihn denkbar. Bei allen Überlegungen muss natürlich auch der Hochwasserschutz im Ort mitgedacht werden. Die Brücke beim Gasthaus Ott ist ja nach wie vor ein Nadelöhr, das entschärft werden soll. „Das hängt alles zusammen und das wollen wir uns heuer genau anschauen und entsprechende Planungen erarbeiten“, sagt Spreitzer. Auch über die Parkplatzsituation werde man sich Gedanken machen. Bevor man ein Projekt starten könne, brauche man aber natürlich die Zusage der Fördermittel für den Hochwasserschutzbau.

In die Planung will man 2022 auch beim Schwesternhaus gehen, das ja als Ärztezentrum und für eine Senioren-Tagesbetreuung genutzt werden soll.

Darlehensaufnahmen sind 2022 nicht geplant. Seitenstetten ist gut durch die Krise gekommen. Einbußen bei den Ertragsanteilen wurden durch Unterstützungsmittel des Landes und des Bundes fast wettgemacht. Und natürlich hat die Gemeinde vor allem aufgrund der Firma Lisec, aber auch florierender Mittel- und Kleinbetriebe, Kommunalsteuereinnahmen, von denen andere Bürgermeister nur träumen können: 1,6 Millionen. Diese Summe ist auch für 2022 budgetiert. Beachtlich sind allerdings auch die Aufwendungen für die öffentliche Hand. „Der NÖKAS-Beitrag (Krankenanstaltenfinanzierung) übersteigt das erste Mal die MiIlionen-grenze und an Sozialhilfe zahlen wir 576.000 Euro“, listet Spreitzer auf.

Der Schuldenstand wird 2022 um rund 800.000 Euro von 6,7 auf 5,9 Millionen Euro sinken.