Kindergarten in Weistrach wird ausgebaut

Erstellt am 16. Januar 2022 | 05:53
Lesezeit: 3 Min
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Bürgermeister Erwin Pittersberger ist mit der Entwicklung der Gemeindefinanzen zufrieden. Heuer stehen aber beträchtliche Investitionen an.
Foto: Knapp
Gemeinde wird auch in Straßenbau und das Radwegenetz investieren.
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Ein wichtiges Projekt im Jahr 2022 wird der Ausbau des Kindergartens sein. „Wir haben jetzt 110 Kinder und führen seit zwei Jahren eine provisorische Gruppe. Es ist also dringend notwendig, dass wir erweitern. Ein Grundstück beim Kindergarten haben wir ja schon im Jahr 2020 angekauft“, sagt Bürgermeister Erwin Pittersberger. Ihm sei es wichtig, dass kein Kind abgewiesen werden müsse.

Mitüberlegt wird auch gleich die Schaffung einer Tagesbetreuung für Kinder im Alter von einem bis zu zweieinhalb Jahren. „Damit müssen wir uns aber noch genauer beschäftigen und Erfahrungswerte der umliegenden Gemeinden einholen, wie dort Bedarf und Auslastung sind“, betont der Ortschef. Derzeit sei man noch dabei, die Rahmenbedingungen für das Projekt abzustecken. Die Kosten werden sich voraussichtlich auf rund 2,7 Millionen Euro belaufen, wovon heuer eine Million anfallen wird. „Der Plan ist, im Sommer oder spätestens im Herbst mit dem Zubau zu beginnen“, kündigt Pittersberger an.

Geld wird die Gemeinde auch in den weiteren Ausbau des Radwegenetzes stecken. „Das ist zum einen touristisch von Bedeutung, zum anderen, damit die Bürger mit dem Rad gefahrlos ins Zentrum kommen können. Deshalb haben wir zum Beispiel auch einen Radweg zur Firma Brekner gemacht. Heuer wollen wir eine Verbindung von der Sportanlage zum Güterweg Kirchweg schaffen. Dazu benötigen wir auch eine Brücke über den Weistrach-Bach. Das wird etwa 140.000 Euro kosten.“

2022 stehen im Zuge von Siedlungsentwicklungen auch hohe Ausgaben im Straßenbau an: Rund 540.000 Euro sind dafür im Voranschlag vorgesehen. 121.000 werden in Wasserleitungsbau, 254.000 in den Kanalbau und rund 154.000 in Straßenbeleuchtung fließen. Die Gemeinde muss dafür zwar Darlehen aufnehmen, bekommt aber viel Geld durch die Aufschließungsabgaben und Gebühren wieder zurück.

Generell ist der Bürgermeister mit den Finanzen zufrieden. „Wir sind gut durch die letzten Jahre gekommen, auch weil die Verluste durch die Corona-Krise von Bund und Land toll aufgefangen wurden. Haupteinnahmequelle Weistrachs sind die Ertraganteile in Höhe von rund 2,1 Millionen Euro und die Kommunalsteuer mit 346.000 Euro. „Es passt gut. Besser könnte es natürlich immer sein“, sagt Pittersberger.

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